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DAS KAPITALISTISCHE SYSTEM IN DEUTSCHLAND
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In der Bundesrepublik herrscht die kapitalistische
Ausbeuterordnung. In ganz Deutschland befindet sich der Kapitalismus
im Stadium des Imperialismus. In ganz Deutschland hat die
historische Entwicklung so die sozialistische Revolutiong der
Diktatur des Proletariats als strategisches Ziel der Arbeiterklasse
unmittelbar auf die Tagesordnung gesetzt. Der Widerspruch zwischen
Proletariat und Bourgeoisie ist in der Bundesrepublik der
Hauptwiderspruch, der alle anderen gesellschaftlichen Widersprüche
bestim, in Westberlin und in der DDR von Ausbeutung und
Unterdrückung befreien und ein vereintes, unabhängiges,
sozialistisches Deutschland errichten.
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Die Diktatur der Bourgeoisie in der Bundesrepublik
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In Deutschland herrscht die deutsche Bourgeoisie
mit der Monopolbourgeoisie an der Spitze. Die Wirtschaft der
Bundesrepublik wird von einigen Dutzend Monopolgruppen, Bank- und
Versicherungskonzernen beherrscht. Die Kapitalverflechtungen, die
Abhängigkeit der Kleinen von den Großen und der Großen
von den Zentren des Finankapitals hat solche Ausmaße
angenommen, daß die Bundesrepublik von einer Clique von
höchstens einigen hundert Monopolisten und Finanzhyänen
beherrscht werden. Diese haben in ihrem Streben nach höchsten
Profiten alle wirtschaftliche und politische Macht an sich gerissen
und üben ihre Klassendiktatur über die Arbeiterklasse und
die Werktätigen aus.
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Die Schaltzentralen der monopolkapitalistischen
Wirtschaft bilden die Großbanken. Über ihre Bankkonzerne,
ihre Kreditpolitik, ihre Aktienbeteiligungen und ihr
Aktiendepotstimmrecht bestimmen sie nahezu restlos über
Industrie und Handel. Die Großbanken besitzen oder
kontrollieren praktisch alle Klein- und Mittelbanken. Sie sind fast
an allen wichtigen Betrieben beteiligt. Sie halten hunderte von
Aufsichtsratsposten – insbesondere den des
Aufsichtsratsvorsitzenden. Andererseits sind die größten
Konzerne in der Bundesrepublik in den Vorständen der
Großbanken vertreten.
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Die Schlüsselzweige der Industrie und des
Handels werden jeweils von wenigen Monopolen beherrscht. Durch die
Bundesbank als Staatsbank wird die Monopolisierung im Bankwesen
vorangetrieben. Zwischen ihr und den Privatbanken besteht eine enge
Verflechtung. Über sie können die Großbanken ihr
Kreditvolumen erweitern.
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Die Kapitalisten der Bundesrepublik sind unter der
Führung der Monopolbourgeoisie straff organisiert. Fast jeder
Kapitalist ist Mitglied eines Unternehmerverbandes. Sie arbeiten zu
allen wesentlichen politischen Fragen ihre Stellungnahmen aus. Ihre
Eingaben und Vorlagen haben oft schon den Charakter von
Gesetzesvorlagen. Keine wichtige politische Entscheidung fällt
ohne Zustimmung der Monopolbourgeoisie.
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Der Staat in der Bundesrepublik ist ein Instrument
der Diktatur der Monopolbourgeoisie. Dem System des
staatsmonopolistischen Kapitalismus entsprechend ist der Staat
vollständig den Monopolen untergeordnet. Auch personell ist die
Monopolbourgeoisie mit dem Staatsapparat verwachsen. Nicht nur
indirekt, indem sie Abgeordnete des Parlaments und Funktionäre
des Staatsapparates durch finanzielle Zuwendungen und hochdotierte
Posten korrumpiert, sondern die Monopolverbände nehmen auch
direkt Einfluß auf die Besetzung der Ministerialbürokratie
bis hin zu den Staatssekretärs- und Ministerposten und besetzen
sie mit ihren Leuten. Ständig wechseln hohe Beamte in die
Chefetagen der Großkonzerne und zurück. Die bürgerlichen
Parteien werden vom Monopolkapital finanziell ausgehalten, und
einige Führer sind oft selbst Monopolkapitalisten oder eng mit
dem Monopolkapital verbunden.
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Zur Verschleierung ihrer diktatorischen Herrschaft
bedient sich die Monopolbourgeoisie der sogenannten
parlamentarischen Demokratie. Das Parlament und die bürgerlichen
Parteien dienen dazu, das Volk hinters Licht zu führen, ihm das
Gefühl zu vermitteln, die politischen Entscheidungen würden
nicht gemäß den Interessen der Monopolbourgeoisie,
sondern nach dem Willen der Mehrheit des Volkes gefällt. In
Wirklichkeit werden die eigentlichen »Staatsgeschäfte«
hinter den Kulissen in den Ausschüssen, Kanzleien und Stäben
und letztendlich in den Chefetagen der Konzerne und Großbanken
abgewickelt. Die bürgerlichen Wahlen sind für die
Arbeiterklasse und die Werktätigen in keiner Beziehung freie
Wahlen, weil sie unter den Bedingungen der Diktatur der
Kapitalistenklasse stattfinden, weil die Werktätigen durch ihre
Stimmabgabe höchstens bewirken können, daß eine
Regierung der Monopole durch eine andere abgelöst wird, die
ebenfalls aus Repräsentanten und Vollzugsgehilfen der
Monopolbourgeoisie gebildet wird.
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Die Monopolbourgeoisie setzt ihren Staatsapparat zur
Sicherung und Erlangung höchster Profite ein. Sie benutzt ihn
zur steuerlichen Ausplünderung der Werktätigen und läßt
sich die den Werktätigen abgepressten Steuergelder in Form von
Subventionen, Stillegungsprämien, Investitionshilfen,
Staatsaufträgen usw. auszahlen.
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Eine besondere Rolle spielt dabei das
Rüstungsgeschäft. Politisch hat die von der
Monopolbourgeoisie und ihrem Staat vorangetriebene Aufrüstung
das Ziel, kriegerische Aggressionen nach außen und die
militärische Niederhaltung des Volkes im Innern vorzubereiten.
Ökonomisch verschafft das Rüstungsgeschäft den
Monopolen staatlich garantierte Riesenprofite, die aus den den
Werktätigen abgepreßten Steuergeldern finanziert werden.
Die führenden deutschen Konzerne stecken - heute wie früher
- tief im Rüstungsgeschäft.
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Im Interesse der Monopole greift der
imperialistische deutsche Staat in die Wirtschaftsabläufe ein,
um die Höchstprofite der Monopolkapitalisten zu sichern und die
Lasten der unvermeidlichen kapitalistischen Krise auf die
Werktätigen abzuwälzen.
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Die wichtigste Aufgabe des bürgerlichen Staates
ist die gewaltsame Niederhaltung der Arbeiterklasse und aller
Werktätigen, um die Diktatur der Kapitalistenklasse
aufrechtzuerhalten. Armee, Polizei, Justiz, Bürokratie usw.
dienen hauptsächlich diesem Ziel. Wie alle bisherigen
Ausbeuterklassen vor ihr, tritt auch die Bourgeoisie nicht
freiwillig von der Bühne der Geschichte ab. Wie der bisherige
Verlauf des proletarischen Befreiungskampfes auf der ganzen Welt
gezeigt hat, greift die Bourgeoisie, wo immer sie ihre Herrschaft
durch den revolutionären Ansturm des Proletariats bedroht
sieht, zu allen Mitteln des blutigen, konterrevolutionären
Terrors, um ihre Klassendiktatur aufrechtzuerhalten. Deshalb wird
die imperialistische Bundeswehr nicht nur auf die Aggressionen nach
außen, sondern auch auf den Bürgerkrieg gegen die
Arbeiterklasse und die anderen Werktätigen im Innern gedrillt.
Deshalb werden Polizei und Bundesgrenzschutz immer offener zu
Bürgerkriegstruppen ausgebaut.
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Angesichts der Unvermeidbarkeit des Heranreifens
einer revolutionären Situation verschärft die Bourgeoisie,
vor allem das Finanzkapital, die Vorbereitungen, um die für die
rücksichtslose, blutige Niederschlagung der Arbeiterklasse
hinderliche Maske der bürgerlichen Demokratie fallenzulassen,
selbst die wenigen Rechte und Freiheiten abzuschaffen, um zu offen
terroristischen, faschistischen Formen ihrer Klassendiktatur zu
greifen.
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Die Bundesrepublik war bereits mit ihrer Gründung
auf reaktionäreren Grundlagen als die Weimarer Republik
entstanden. Seitdem aber wurde von der Bourgeoisie systematisch die
Faschisierung von Staat und Gesellschaft vorangetrieben: durch die
Verschärfung der Staatsschutzgrenze, durch das KPD-Verbot,
durch den Aufbau und ständig forcierten Ausbau der
Bürgerkriegstruppen, durch den Ausbau des geheimdienstlichen
Überwachungs- und Spitzelapparates usw. Während die
Bourgeoisie so die Rechte und Freiheiten des Volkes immer mehr
abbaut, fördert sie zugleich offen faschistische Organisationen
und die Wiederbelebung nazistischer Propaganda. Mit der
Verabschiedung der Notstandsgesetze durch die große Koalition
von CDU und SPD hat sich die herrschende Klasse die gesetzliche
Grundlage geschaffen, auf der sie bei einer für sie kritischen
Zuspitzung der Klassenkämpfe die offen faschistische Diktatur
legal errichten kann, wenn der Kampf der Arbeiterklasse und des
Volkes es nicht verhindert.
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Alle Bereiche des gesellschaftlichen Überbaus
stehen im Dienste der Bourgeoisie zur Sicherung ihrer
Klassendiktatur, zur Unterdrückung der Werktätigen.
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Das Ausbildungssystem ist vollständig auf die
politischen und wirtschaftlichen Interessen der Monopolbourgeoisie
ausgerichtet. Das kapitalistische Ausbildungssystem soll die Jugend
politisch und ideologisch an den Kapitalismus ketten und der
Bourgeoisie die Masse der Lohnsklaven und die benötigten
Techniker, Spezialisten, Technokraten, Manager usw. liefern.
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Ein wichtiger Hebel der Monopole und ihres Staates
zur Versklavung des Volkes bildet der systematisch betriebene
Einsatz der Massenmedien. Presse-, Film-, Buchwesen sind in hohem
Maße monopolisiert und zunehmend gleichgeschaltet. Funk- und
Fernsehanstalten liegen direkt in den Händen des
kapitalistischen Staates, der über die Parteien der
Monopolbourgeoisie, die Rundfunk- und Fernsehräte die Zensur
der Monopolbourgeoisie durchführt.
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Eine wichtige Rolle bei der politischen,
ideologischen und kulturellen Versklavung des werktätigen
Volkes spielen die Kirchen. Sie sind eng mit dem Staatsapparat
verbunden, der die finanzielle Sicherung der Kirchen durch die
Kirchensteuer, die er den Werktätigen abpreßt, übernommen
hat. Es ist die Aufgabe der Kirche, die Werktätigen mit dem
Gift des religiösen Aberglaubens zu verseuchen, die
kapitalistische Ausbeuterordnung als »gottgewollt«
hinzustellen, um die Werktätigen vom revolutionären Kampf
abzuhalten.
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Die Diktatur der Bourgeoisie, die in Luxus,
Überfluss und unglaublicher Verschwendung lebt, bedeutet für
die Arbeiterklasse und die werktätigen Massen in Deutschland
ein Leben in Ausbeutung und Unterdrückung, in materieller und
kultureller Armut. Angesichts von Arbeitslosigkeit, Krise, Krieg und
Faschismus ist selbst dieses durch Mangel, Entbehrung und Schufterei
geprägte Leben vollständig unsicher. Die Herrschaft der
ausbeuterischen, durch und durch reaktionären und parasitären
Kapitalistenklasse ist die entscheidende Ursache für das Elend
der Arbeiter und aller Werktätigen im Kapitalismus. Diese
Diktatur der Bourgeoisie muß vollständig zerschlagen
werden, damit für die Arbeiter und die Werktätigen
Deutschlands der Weg frei wird zu einem glücklichen Leben im
revolutionären Sozialismus, – und nicht noch einmal im
Sozialfaschismus: in einem vereinten, unabhängigen
sozialistischen Deutschland !
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