- Partei-Programm
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der
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KPD/ML
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(unveränderte Original-Fassung vom Beschluß
des 4.Parteitag der KPDML - Ende des Jahres 1978)
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Werktätige Deutschlands!
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Das Programm unserer Partei, der KPD/ML (
zwischen 1978 und 1996 hieß die KPD/ML = »KPD«)
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hat den wissenschaftlichen Sozialismus, den
Marxismus-Leninismus,die unvergänglichen Lehren von Marx,
Engels, Lenin und Stalin zur Grundlage. Es wendet den
Marxismus-Leninismus schöpferisch auf die konkreten Bedingungen
in Deutschland an.
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Das Programm unserer Partei stützt sich auf die
heroischen Traditionen der internationalen Arbeiterbewegung: die
Traditionen der revolutionären Arbeiter Frankreichs und
Deutschlands des Jahres 1848, der unsterblichen Kämpfer und
Märtyrer der Pariser Kommune, der Helden der Großen
Sozialistischen Oktoberrevolution in Rußland, der Legionen
unbekannter und ungezählter Helden, die im Kampf für den
Sozialismus und die nationale Befreiung ihr Leben gaben.
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Es stützt sich auf die große Tradition
der von Marx und Engels begründeten revolutionären
deutschen Arbeiterbewegung, der revolutionären deutschen
Sozialdemokratie unter der Führung Wilhelm Liebknechts und
August Bebels, der von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg
gegründeten und von Ernst Thälmann geführten
ruhmreichen KPD, der Errichtung des ersten sozialistischen Staates
auf deutschem Boden, der DDR. Im Kampf für die Befreiung der
Arbeiterklasse, für ein sozialistisches Deutschland, ließen
Hunderttausende ihr Leben. Sie fielen als Helden in der
Novemberrevolution 1918, in den Kämpfen gegen Kapp und Cuno, im
Hamburger Aufstand 1923 und im Widerstand gegen den Faschismus. Die
KPD/ML wird diesen revolutionären Kampf fortsetzen.
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Die KPD/ML steht in der Front der Bruderparteien der
marxistisch-leninistischen Weltbewegung. Sie steht fest auf dem
Boden der Generallinie der internationalen kommunistischen Bewegung
und kämpft konsequent gegen alle Spielarten der bürgerlichen
Weltanschauung, des theoretischen und praktischen Opportunismus,
besonders gegen den modernen Revisionismus, der zur Spaltung der
kommunistischen Weltbewegung, zum Verrat an der Diktatur des
Proletariats und am Sozialismus führte.
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Der Verrat der modernen Revisionisten, der in
Deutschland zur kapitalistischen Entartung der DDR und ihrer
Versklavung durch den sowjetischen Sozialimperialismus, zur
Entartung der SED, SED-Westberlin und KPD in bürgerliche
revisionistische, sozialfaschistische Parteien führte, machte
es notwendig, die kommunistische Partei in Deutschland neu zu
schaffen. Dies geschah durch die Gründung der KPD/ML am
31.Dezember 1968.
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Mit diesem Programm wendet sich die KPD an die
Arbeiterklasse und die Werktätigen Deutschlands mit dem Aufruf,
sich auf dieser Grundlage zusammenzuschließen, um in der
gewaltsamen sozialistischen Revolution die kapitalistische
Ausbeuterordnung in Ost- und Westdeutschland zu errichten und ein
vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland
auszubauen.
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I. DER KAPITALISMUS UND DER IMPERIALISMUS ALS SEIN
LETZTES UND HÖCHSTES STADIUM
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In ganz Deutschland, in der Bundesrepublik, in
Westberlin und in der DDR, lastet auf der Arbeiterklasse und allen
Werktätigen das Joch der kapitalistischen Ausbeuterordnung.
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Der Kapitalismus, der auf der Grundlage der
Warenproduktion entstanden, stellt die höchste Stufe ihrer
Entwicklung dar. Er hat auch die Arbeitskraft zu einer Ware gemacht.
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Zwei Klassen stehen sich in der kapitalistischen
Gesellschaft unversöhnlich gegenüber: Proletariat und
Bourgeoisie . Als Besitzerin der wesentlichen Produktionsmittel
beutet die Bourgeoisie, die Klasse der Kapitalisten, die
Arbeiterklasse als Lohnsklaven aus. Ihr steht im feindlichen,
unversöhnlichen Gegensatz das Proletariat, die Klasse der
Lohnarbeiter, gegenüber. Die Arbeiter sind aller
Produktionsmittel beraubt und können ihre Existenz nur fristen,
indem sie ihre Arbeitskraft an die Kapitalisten verkaufen. Die
Arbeiterklasse ist der wichtigste Produzent des materiellen
Reichtums der Gesellschaft. Aber während der Lohn der Arbeiter
in der Regel gerade zum Leben reicht und sogar die Tendenz hat,
unter dieses Minimum zu sinken, häuft die Bourgeoisie
ungeheuren Reichtum an. Die Produktion ist in hohem Maße
vergesellschaftet, aber die Bourgeoisie eignet sich die Produkte
dieser gesellschaftlichen Arbeit privat an. Das ist der
Grundwiderspruch der kapitalistischen Gesellschaft.
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Als Besitzer der wesentlichen Produktionsmittel ist
die Bourgeoisie in der kapitalistischen Gesellschaft zugleich auch
die politisch herrschende Klasse, die eine Diktatur über das
Proletariat und die anderen Werktätigen ausübt. Der
bürgerliche Staat ist, unabhängig von seinen möglichen
verschiedenen Formen, Herrschaftsinstrument der Kapitalisten zur
gewaltsamen Unterdrückung der Arbeiterklasse.
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Die Modernisierung der Produktionsanlagen, die von
den Kapitalisten betrieben wird, um die Ausbeutung der Arbeiter zu
steigern, ist verbunden mit der weiter fortschreitenden
Arbeitsteilung. Die Arbeit verliert allen selbständigen
Charakter und jeden Reiz für den Arbeiter. Er wird mehr und
mehr ein bloßes Zubehör der Maschine. Gleichzeitig hat
die durch den technischen Fortschritt ermöglichte ungeheure
Verschärfung der Ausbeutung eine relative Verringerung des
Bedarfs der Kapitalisten an Arbeitskraft zur Folge. Im Rahmen der
kapitalistischen Produktion und in Verbindung mit den verheerenden
kapitalistischen Wirtschaftskrisen führt das zur
Massenarbeitslosigkeit.
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Die periodisch auftretenden kapitalistischen
Überproduktionskrisen beschleunigen die Verschärfung der
Ausbeutung der Arbeiter durch die Kapitalisten und die relative und
absolute Verelendung des Proletariats. Gleichzeitig wird massenhaft
gesellschaftlicher Reichtum vernichtet. Das ist Ausdruck der
Tatsache, daß die kapitalistischen Produktionsverhältnisse
zur Fessel der Produktivkräfte geworden sind.
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Die kapitalistische Entwicklung geht einher mit der
systematischen Verdrängung der Kleinproduzenten. Unter dem
Druck des Kapitals werden städtische Kleinproduzenten,
Kleinhändler und Bauern zunehmend ruiniert, ins Proletariat
gestoßen oder in vollständige Abhängigkeit vom
Kapital gebracht.
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Innerhalb der einzelnen Länder und auf dem
kapitalistischen Weltmarkt tobt der Konkurrenzkampf zwischen den
Kapitalisten. Die technische und ökonomische Überlegenheit
des Großbetriebs führt im Konkurrenzkampf zur gesetzmäßig
wachsenden Konzentration und Zentralisation des Kapitals, zum
Untergang der Kleinbetriebe und teilweise zu ihrer Degradierung zu
Hilfsorganen der Großbetriebe. Im Weltmaßstab äußert
sich die Konkurrenz im scharfen Kampf um die Absatzmärkte und
Rohstoffe.
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Die Konzentration der Produktion und des Kapitals
führte zur Entstehung der Monopole, die heute im Kapitalismus
die entscheidende Rolle spielen. Die Banken sind aufgrund der
fortschreitenden Zentralisation des Kapitals in ihren Händen zu
den mächstigsten Monopolinhabern geworden, die fast über
das gesamte Geldkapital aller Kapitalisten und Kleinunternehmer
sowie über den größten Teil der Rohstoffe und
Produktionsmittel verfügen.
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Das Bankkapital ist mit dem Industriekapital zum
Finanzkapital verwachsen. Auf dessen Grundlage bildete sich die
Finanzoligarchie heraus, eine kleine Schicht von Kapitalmagnaten,
die heute nahezu jede Aktivität der kapitalistischen Wirtschaft
direkt oder indirekt bestimmt oder kontrolliert.
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Mit der Ablösung der freien Konkurrenz und der
Herrschaft des Industriekapitals durch die Herrschaft der Monopole
ist der Kapitalismus zu Beginn des 20.Jahrhunderts in das Stadium
des Imperialismus getreten. Der Imperialismus läßt alle
Tendenzen und Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus, alle
seine inneren Widersprüche in voller Schärfe hervortreten.
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Ist der Profit das Ziel jeder kapitalistischen
Produktion, so ist das ökonomische Grundgesetz des
Imperialismus das Streben nach Maximalprofit.
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Das führt nicht nur zum verschärften
Konkurrenzkampf im Innern des Landes, sondern zwingt die Monopole
auf der ganzen Welt nach Absatzmärkten und billigen Rohstoffen
zu jagen. So gewaltige Kapitalmengen haben sich in den Händen
der Finanzoligarchien der imperialistischen Länder
konzentriert, daß sie sich nicht mehr allein in dem
betreffenden imperialistischen Land zur Erzielung von Höchstprofiten
einsetzen lassen, sondern mit absoluter Notwendigkeit auf den
kapitalistischen Weltmarkt drängen. Für den Imperialismus
ist der Kapitalexport wesentlich. Die Monopole beuten nicht nur die
Werktätigen ihres Landes aus, sondern auch diejenigen anderer
Länder. Die Jagd nach Extraprofit treibt sie zu kolonialen und
neokolonialen Auspáánderung der unterdrückten
Völker und Nationen.
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Der nationalstaatliche Rahmen der kapitalistischen
Wirtschaft wurde unwiderruflich gesprengt und durch die ökonomische
Aufteilung der Welt unter die Monopole ersetzt. Mit dem Kampf der
Monopole um die ökonomische Aufteilung der Welt geht Hand in
Hand der Kampf der imperialistischen Staaten um die territoriale
Aufteilung der Welt. Weil die imperialistischen Länder sich
ungleichmäßig entwickeln, sich das Kräfteverhätnis
zwischen ihnen ändert, entsteht stets aufs neue die Forderung
nach einer Neuaufteilung der Welt. Dieser Kampf um die Neuaufteilung
der Welt ist Hauptinhalt der Außenpolitik der
imperialistischen Staaten. Letztlich kann die Neuaufteilung der Welt
nicht friedlich erfolgen, sondern nur durch den Krieg zwischen den
imperialistischen Großmächten herbeigeführt werden.
Daher sind in der Epoche des Imperialismus imperialistische Kriege
unvermeidlich.
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Die Staatsmacht, die hauptsächlich Instrument
der Diktatur der Finanzoligarchie und Ausdruck ihrer konzentrierten
Macht ist, wird im Imperialismus in all ihren Funktionen ausgedehnt
und aufgebläht. Der Unterdrückungsapparat gegen das
Proletariat im Innern und der Militarismus zur Aggression gegen
andere Völker wachsen ins Riesenhafte.
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Zusätzliche Funktionen hat der imperialistische
Staat vor allem dadurch erhalten, daß die Wende zum
staatsmonopolistischen Kapitalismus für die Monopole zur
zwingenden Notwendigkeit wurde, um zu versuchen, den wachsenden
allseitigen Krisenerscheinungen des Kapitalismus zu begegnen. Im
staatsmonopolistischen Kapitalismus haben sich die Monopole zur
Sicherung ihrer Maximalprofite und Festigung der Herrschaft der
Finanzoligarchie den Staatsapparat vollständig untergeordnet.
Sie benutzen ihn zur totalen Unterdrückung der Arbeiterklasse
und zur Einmischung in das gesamte Wirtschaftsleben des Landes in
ihrem Interesse. Dabei gehen einzelne Betriebe und Wirtschaftszweige
in die Hände des bürgerlichen Staates über, ohne daß
sich dadurch grundsätzlich etwas an der Herrschaft des
Privateigentums ändert. Die Monopole benutzen den Staat, um zu
versuchen, sich durch sogenannte Antikrisenmaßnahmen politisch
und ökonomisch vor den Auswirkungen der unvermeidlichen
kapitalistischen Krisen zu schützen. Die verstärkte
Militarisierung, die rücksichtslose steuerliche Ausplünderung
der werktätigen Masse und die Plünderung der Staatskasse
durch die Monopole sind weitere Grundtendenzen des
staatsmonopolistischen Kapitalismus.
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Die Unterordnung des Staatsapparates unter die
Monopole erreicht ihren Höhepunkt im Faschismus. Der Faschismus
ist die offen terroristische Diktatur des Finanzkapitals. Die
Hauptaufgabe des Faschismus ist die Vernichtung der revolutionären
Vorhut der Arbeiterklasse, der kommunistischen Partei, und der
revolutionären Schichten des Proletariats sowie die
Zerschlagung der Organisationen des Proletariats, um die Herrschaft
des Finanzkapitals zu sichern und zugleich günstige Bedingungen
für den Kampf um die Neuaufteilung der Welt und das Streben
nach Weltherrschaft zu schaffen.
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Mit dem Imperialismus hat die kapitalistische
Entwicklung ihr höchstes, aber auch ihr letztes Stadium
erreicht. Als der Kapitalismus den Feudalismus verdrängte, war
das ein gewaltiger historischer Fortschritt. Es war aber doch nur
die Ablösung einer Ausbeuterordnung durch eine andere. Als die
Bourgeoisie entstand, entstand zugleich das Proletariat, das sich
von der Lohnsklaverei nur befreien kann, indem es den Kapitalismus
mit all seinen Grundlagen vernichtet.. Damit war der Untergang der
Bourgeoisie und des Kapitalismus durch die proletarische Revolution
bereits unausweichlich geworden. Der Imperialismus hat alle
Widersprüche des Kapitalismus aufs höchste verschärft
und zugespitzt und zugleich in hohem Maß die materiellen
Voraussetzungen für den Sozialismus geschaffen. Er ist
faulender, parasitärer, sterbender Kapitalismus, der Vorabend
der sozialistischen Revolution.
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II. DER CHARAKTER UNSERER EPOCHE UND DIE
WESENTLICHEN WIDERSPRÜCHE IN DER HEUTIGEN WELT
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Wir leben in der Epoche des Imperialismus und der
proletarischen Revolution. Mit dem Sieg der Sozialistischen
Oktoberrevolution in Rußland, durch die zum ersten Mal der
Sozialismus und die Diktatur des Proletariats errichtet und für
Jahrzehnte gegen den Imperialismus und die innere Reaktion
verteidigt werden konnten, wurde die Aera der proletarischen
Revolution eingeleitet.
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Seit dem großen Oktobersieg des sowjetischen
Proletariats unter der Führung der Bolschewiki hat das
internationale Proletariat nicht nur weitere bedeutende Siege
errungen, sondern schwerwiegende Rückschläge hinnehmen
müssen. Dazu gehört insbesondere die Entartung der
Sowjetunion und anderer ehemals sozialistische Länder zu
revisionistischen und kapitalistischen Staaten.
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Der Sturz des Imperialismus und der Triumph des
Sozialismus sind aber unausbleiblich. Weltweit befindet sich der
Kapitalismus in tiefer allgemeiner Krise. Das internationale
Proletariat und die unterdrückten Völker verstärken
ihren Kampf gegen Imperialismus, Kapitalismus, Reaktion und
Revisionismus.
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Noch nie in der gesamten Geschichte der Menschheit
haben sich auf weltweiter Ebene so große Gegensätze und
Widersprüche entwickelt wie heute. In erster Linie verschärft
sich der Grundwiderspruch zwischen dem gesellschaftlichen Charakter
der Produktion und der privatkapitalistischen Form der Aneignung.
Auf dieser Grundlage haben sich alle wesentlichen Widersprüche
unserer Epoche verschärft.
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Der erste dieser wesentlichen Widersprüche ist
der zwischen Proletariat und Bourgeoisie. Die Hoffnungen der
Imperialisten, Reformismus und Revisionismus würden den
Widerspruch zwischen Proletariat und Bourgeoisie abschwächen
und die Kämpfe des Proletariats in für den Kapitalismus
ungefährlichen Bahnen halten, haben sich nicht erfüllt.
Mit der Vertiefung der allgemeinen Krise des Kapitalismus, mit den
wachsenden politischen und wirtschaftlichen Krisen, nehmen die
Kämpfe der Arbeiterklasse einen großen Aufschwung. Die
heutige Entwicklung des Klassenkampfes bestätigt mit aller
Deutlichkeit, daß der Widerspruch zwischen Proletariat und
Bourgeoisie nur durch die sozialistische Revolution gelöst
werden kann, daß das Proletariat die einzige konsequent
revolutionäre Klasse und die Hauptkraft der Revolution ist.
Deshalb ist nur das von seiner marxistisch-leninistischen Partei
geführte Proletariat berufen, an der Spitze der revolutionären
Kämpfe zu stehen und sie zum Sieg zu führen.
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Der Widerspruch zwischen den unterdrückten
Völkern und Nationen einerseits und dem Imperialismus
andererseits ist der zweite wesentliche Widerspruch unserer Epoche.
Der Kampf der unterdrückten Völker und Nationen gegen den
Imperialismus, besonders gegen die beiden Supermächte, den
USA-Imperialismus und den sowjetischen Sozialimperialismus, als die
zur Zeit stärksten imperialistischen Mächte, gegen
Kolonialismus, Neokolonialismus und Rassismus, gegen Feudalismus und
einheimische Reaktion, versetzt dem Imperialismus wuchtige Schläge
und ist heute im Weltmaßstab die größte
strategische Reserve der proletarischen Revolution.
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Verschärft haben sich auf die Widersprüche
zwischen den imperialistischen Staaten und Finanzgruppen. Vor allem
verschärfen sich die Gegensätze und Konflikte zwischen dem
USA-Imperialismus und seinen Verbündeten auf der einen Seite
und dem sowjetischen Sozialimperialismus und seinen Verbündeten
auf der anderen Seite. Während sie im Kampf gegen die Völker
und dieRevolution Komplizen sind, rivalisieren sie im Weltmaßstab
um Hegemonie. Von ihrer Rivalität im Kampf um die
Wertherrschaft geht gegenwärtig die Hauptgefahr für den
Ausbruch neuer imperialistischer Kriege und besonders für den
Ausbruch eines neuen imperialistischen Weltkrieges aus. Auch die
Widersprüche zwischen den kapitalistischen und
revisionistischen Ländern innerhalb der beiden
imperialistischen Blöcke vertiefen sich. Es ist eine günstige
Bedingung für die Revolution, daß der Weltimperialismus
dem internationalen Proletariat und den unterdrückten Völkern
nicht als einheitlicher, festgefügter Block entgegentreten
kann, sondern daß das Lager des Feindes von tiefen inneren
Widersprüchen zerrissen ist.
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Der vierte wesentliche Widerspruch in der heutigen
Welt ist der Widerspruch zwischen Sozialismus und Kapitalismus. Die
Entartung einer Reihe ehemals sozialistischer Länder zu
revisionistischen, kapitalistischen Staaten war für das
internationale Proletariat eine eine schwere Niederlage. Doch der
Sozialismus ist nicht verschwunden, sondern existiert. Diese
Tatsache ist eine Niederlage für den Imperialismus und ein Sieg
des internationalen Proletariats und der fortschrittlichen Kräfte
in der Welt. Die Existenz des Sozialismus und der proletarischen
Diktatur in der heutigen Welt, der konsequente Aufbau des
Sozialismus in der Sozialistischen Volksrepublik Albanien sind eine
große Ermutigung für das um seine Befreiung von der
kapitalistischen Ausbeutung kämpfende Proletariat.
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Die Verschärfung aller wesentlichen
Widersprüche unserer Epoche in der Gegenwart ist ein deutlicher
Ausdruck des Zerfalls des imperialistischen Weltsystems, der tiefen
und fortschreitenden allgemeinen Krise des Kapitalismus. Auf allen
Kontinenten gärt es infolge des revolutionären
Aufschwungs, der die alte Welt der Unterdrückung und Ausbeutung
in ihren Grundfesten erschüttert. Gegen den Imperialismus mit
den beiden Supermächten an der Spitze, gegen den Kapitalismus,
Reaktion und Revisionismus steht die Front des internationalen
Proletariats, der revolutionären Völker und des
Sozialismus.
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Nur die proletarische, die sozialistische Revolution
vermag die Menschheit aus der Sackgasse herauszuführen, die
Imperialismus, imperialistische Kriege und weltweite Krisen
geschaffen haben. Wie groß auch immer die Schwierigkeiten der
Revolution, ihre eventuellen, zeitweiligen Mißerfolge oder die
Wellen der Konterrevolution sein mögen, der endgültige
Sieg des Proletariats ist unausbleiblich.
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Was die Imperialisten auch tun, es sind letztlich
nicht sie, die den Gang der Geschichte bestimmen. Die historische
Initiative ist endgültig in die Hände der Arbeiterklasse
und der revolutioná»áren Völker
übergegangen. Die Haupttendenz in der heutigen Welt ist die
Revolution und der Sieg des Sozialismus.
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III. KOMMUNISMUS UND SOZIALISMUS
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Die Ersetzung des kapitalistischen Weltsystems durch
das Weltsystem des Kommunismus ist das Endziel der proletarischen,
sozialistischen Revolution und der kommunistischen Weltbewegung. Die
kommunistische Gesellschaftsordnung, die durch den ganzen Ablauf der
geschichtlichen Entwicklung vorbereitet wird, ist der einzige Ausweg
für die Menschheit; denn nur sie vermag die fundamentalen
Widersprüche des kapitalistischen Systems aufzuheben, die die
Menschheit mit Entartung und Untergang bedrohen.
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Zwischen der kapitalistischen und der
kommunistischen Gesellschaft liegt die Periode der revolutionären
Umwandlung der einen in die andere, der Sozialismus.
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Die proletarische Weltrevolution ist kein
einmaliger, in allen Ländern gleichzeitiger Akt. Die ihrem
Inhalt nach internationale Revolution des Proletariats verläuft
der Form nach national. Der Sieg des Sozialismus ist auch in einem
Land möglich. Die endgültige Verwirklichung des
Kommunismus aber setzt voraus, daß der Imperialismus weltweit
gestürzt, Kapitalismus und Warenproduktion auf der ganzen Welt
beseitigt worden sind.
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Der Kommunismus
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In der kommunistischen Gesellschaft sind alle Formen
der Ausbeutung und der Unterdrückung von Menschen durch den
Menschen beseitigt. Das Privateigentum an den Produktionsmitteln ist
vollständig durch das gesellschaftliche, das einheitliche
kommunistische Eigentum an den Produktionsmitteln ersetzt. Die
Warenproduktion ist restlos beseitigt und durch die
gesellschaftliche Organisation der Produktion auf Rechnung der
gesamten Gesellschaft, zur Sicherung der höchsten Wohlfahrt und
der freien, allseitigen Entwicklung aller ihrer Mitglieder ersetzt
worden. Mit der Warenproduktion und der Warenzirkulation ist auch
das Geld verschwunden. Die Spaltung der Gesellschaft in Klassen ist
endgáüáltig aufgehoben. Alle Menschen stehen im
gleichen Verhältnis zu den Produktionsmitteln. Die klassenlose
Gesellschaft ist verwirklicht.
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Die kommunistische Gesellschaft kennt weder Arme
noch Reiche, alle soziale Ungleichheit ist aufgehoben. Verschwunden
ist die Hierarchie der Menschen in der Arbeitsteilung und damit der
Gegensatz zwischen Hand- und Kopfarbeit. Verschwunden ist der
Gegensatz zwischen Stadt und Land. Verschwunden sind alle Spuren der
sozialen Ungleichheit zwischen Mann und Frau.
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Die Entfaltung der Produktivkräfte wird durch
keinerlei gesellschaftliche Schranken mehr gehemmt. Die elementaren
Kräfte des kapitalistischen Weltmarktes und des planlosen
Waltens der Konkurrenz, des blinden Gangs der gesellschaftlichen
Produktion, sind vollständig beseitigt. Im einheitlichen
kommunistischen Weltsystem erfolgt die gesellschaftliche, planmäßige
Produktion entsprechend den rasch wachsenden Bedürfnissen der
Gesamtheit. An die Stelle riesenhafter, unproduktiver Ausgaben, der
gigantischen Vergeudung von Produktivkräften in der
kapitalistischen Vergangenheit ist die geordnete Verfügung über
alle materiellen Reichtümer, die zweckmäßigste
Ausnutzung der Naturkräfte und der natürlichen
Produktionsbedingungen der einzelnen Weltteile getreten. Die
weitgehende Vereinigung von Wissenschaft und Technik, von
Forschungsarbeit und umfassender Anwendung ihrer Ergebnisse für
die Gesellschaft, die planmäßige Organisierung der
wissenschaftlichen Arbeit, die weltweite Einführung
vervollkommneter Methoden statistischer Erfassung und planmäßiger
Regelung der Wirtschaft, schließlich das rasche Anwachsen der
gesellschaftlichen Bedürfnisse als stärkstem Antrieb -
alles das sichert der gesellschaftlichen Arbeit ein Höchstmaß
an Produktivität, macht eine ständige Hebung des
Wohlstandes der gesamten Menschheit und die stärkste Verkürzung
der materiellen Produktion gewidmeten Zeit möglich.
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Mit der endgültigen Beseitigung der Klassen
gibt es im Kommunismus auch die Organe der Klassenherrschaft, vor
allem die Staatsgewalt, nicht mehr. Aks Verkörperung der
Klassenherrschaft ist der Staat in dem Maße abgestorben, wie
die Klassen verschwunden sind. Damit ist zugleich jede Zwangsnorm
verschwunden. Die gesellschaftliche Arbeit ist so produktiv und die
Befolgung der Grundregeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens den
Menschen so selbstverständlich, daß die gesamte
Menschheit den kommunistischen Grundsatz "Jeder nach seinen
Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen"
verwirklicht. Die Arbeit, die im Kapitalismus ein Schaffen für
den Klassenfeind war, ist aus einem bloßen Mittel zum Leben
zum ersten Lebensbedürfnis geworden. Jeder arbeitet freiwillig
nach seinen Fähigkeiten. Die Verteilung der Produkte erfordert
von der Gesellschaft keine Normierung der jedem einzelnen
zukommenden Menge. Jeder nimmt sich frei nach seinen Bedürfnissen.
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Der Kommunismus setzt so unermeßliche Energien
fáüár eine machtvolle Entfaltung von Kunst und
Wissenschaft frei. Mystik, Religion, Aberglaube, die künstlich
genährte Unwissenheit der Massen sind verschwunden. Eine in der
Geschichte nie dagewesene Blütezeit der Kultur ist eröffnet.
Diese neue Kultur der zum ersten Mal geeinten Menschheit, die alle
Staatsgrenzen zerstáöárt hat, ist Gemeingut aller
und beruht auf klaren und durchsichtigen Beziehungen der Menschen
zueinander.
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Mit der endgültigen Vernichtung der
kapitalistischen Anarchie der Produktion und der Konkurrenz im
Weltmaßstab sind im Kommunismus auch die verheerenden Krisen
und die noch verheerenderen Kriege für allemal verschwunden.
Die gesamte Menschheit hat ihr Schicksal in die eigene Hand
genommen. Nach der endgültigen Abschaffung aller Kriege, in
denen ungezählte Menschenleben und unschätzbarer Reichtum
vernichtet wurden, kann die geeinte Menschheit nun ihre ganze
Energie auf den Kampf mit den Naturkräften, auf die Entwicklung
und Hebung ihrer kollektiven Macht verwenden.
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Der Sozialismus
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In der gewaltsamen sozialistischen Revolution stürzt
das von seiner kommunistischen Partei geführte Proletariat die
Herrschaft der Kapitalistenklasse, zerschlägt den bürgerlichen
Staatsapparat und erobert die politische Macht. Bislang von der
Kapitalistenklasse brutal unterdrückt, erhebt sich die
Arbeiterklasse nun zur herrschenden Klasse. Sie errichtet ihre
proletarische Staatsmacht und übt ihre Klassenherrschaft, die
Diktatur des Proletariats aus.
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Das Proletariat hat die Organe der kapitalistischen
Staatsmacht (Armee, Polizei, Justiz usw.), die Instrumente der
Bourgoisie zur Niederhaltung der Werktätigen waren,
zerschlagen. Es schafft Organe des prroletarischen Staates, die
Instrumente der Arbeiterklasse und ihrer Bündnispartner sind,
um die errungene Freiheit der Werktätigen zu sichern und ihre
Ausbeuter niederzuhalten. Das werktätige Volk legt nach der
siegreichen Eroberung der politischen Macht die Waffen nicht aus der
Hand; denn das von der kommunistischen Partei geführte Volk in
Waffen ist der beste Garant für die Niederhaltung der
Ausbeuter, für die Verteidigung und Festigung der
proletarischen Staatsmacht.
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Das Proletariat benutzt die errungene politische
Macht, um die Herrschaft des Privateigentums an den
Produktionsmitteln zu brechen, den Kapitalisten die
Produktiosnmittel zu entreißen, um sie in Eigentum des
proletarischen Staates und damit in gesellschaftliches Eigentum zu
überführen. Damit sprengt die Arbeiterklasse die Ketten
der kapitalistischgen Lohnsklaverei. Die Arbeitskraft ist nicht mehr
wie im Kapitalismus eine Ware, sie die Arbeiter an die Kapitalisten
verkaufen müssen, um leben zu können. Die Arbeit der
Arbeiter hört auf, ein Schuften für die Reichen zu sein,
die Werktätigen können die Früchte ihrer Arbeit
gemeinsam selbst genießen.
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Die Arbeitslosigkeit, eine der größten
Geiseln der Werktätigen im Kapitalismus, wird beseitigt. Der
proletarische Staat garantiert jedem Werktätigen das Recht auf
Arbeit. Es werden aber auch keine reichen Müßiggänger
und andere arbeitsscheue Elemente mehr geduldet. Die Arbeiterklasse
an der Macht verwirklicht den Grundsatz "Wer nicht arbeitet,
soll auch nicht essen." Jeder hat das Recht und die Pflicht,
entsprechend seinen Fähigkeiten zu arbeiten und wird
entsprechend seiner Leistung entlohnt. Dabei legt die Partei großes
Gewicht darauf, die im Sozialismus zunächst unvermeidlich noch
bestehenden Lohnunterschiede zu verringern, ungerechtfertigte
Lohnunterschiede abzubauen.
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Mit der Beseitigung der kapitalistischen
Produktionsverhältnisse wird auch die Anarchie der
kapitalistischen Produktion mit ihren für die werktätigen
Massen so verheerenden Auswirkungen (Krisen, Arbeitslosigkeit,
Inflation, wachsende Verelendung usw.) beseitigt. Sie wird durch das
System der sozialistischen Planwirtschaft ersetzt, in dem alle
Bereiche der Wirtschaft planmäßig und proportional
entwickelt werden. Befreit von den Fesseln der kapitalistischen
Produktionsverhältnisse entwickelt sich die sozialistische
Wirtschaft mit dem Ziel, die maximale Befriedigung der ständig
wachsenden materiellen und kulturellen Bedürfnisse der gesamten
Gesellschaft durch ununterbrochenes Wachstum und Vervollkommnung der
sozialistischen Produktion auf der Basis der höchstentwickelten
Technik stänig zu sichern.
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Mit dem Sturz der Kapitalistenklasse und ihrer Enteignung ist
Schluß mit der alltäglichen Willkür, Unterdrückung,
menschenunwürdigen Behandlung, Arbeitshetze usw., die in den
kapitalistischen Betrieben von seiten der Kapitalisten gegen die
Arbeiter verübt werden. Die Arbeiter sind zu Herren des Landes
und der Produktion geworden. Während die Kapitalisten,
Agrarkapitalisten und Großgrundbesitzer entschädigungslos
enteignet werden, werden die Bauern und Handwerker schrittweise auf
den Weg der Kollektivierung geführt Denn eine Verstaatlichung
der Produktionsmittel, die sich in den Händen der städtischen
und bäuerlichen Kleinproduzenten befinden, ist aus ökonomischen
und politischen Gründen zunächst nicht möglich. So
bleiben im Sozialismus zeitweilig noch zwei Formen des Eigentums an
den Produktionsmitteln bestehen: das staatliche Eigentum der
gesamten Gesellschaft und das genossenschaftlicheKollektiveigentum.
Die Kollektivierung der Landwirtschaft und die damit verbundene
Überwindung der Kleinproduktion bringt für alle
Werktätigen einen ungeheuren Fortschritt. Für die
überwältigende Mehrheit der werktätigen Bauernschaft
bedeutet sie die einzige Rettung vor ihrer im Kapitalismus drohenden
unvermeidlichen Ruinierung. Für die anderen Werktätigen
verbessert sie grundlegend die Versorgung mit landwirtschaftlichen
Produkten. Politisch schafft sie die Grundlage für eine weitere
Festigung des Klassenbündnisses zwischen der Arbeiterklasse und
den werktätigen Bauern.Im Sozialismus werden ständig
Fortschritte in der Beseitigung aller Formen der in der alten
Gesellschaft wurzelnden besonderen Unterdrückung von Teilen des
werktätigen Volkes erzielt: der Kampf für die Befreiung
der Frau, für die Beseitigung jeder nationalen Unterdrückung,
für ein freies, revolutionäres Leben der Jugend usw.
erringt ständig neue große Erfolge.Auf der Basis der
sozialistischen Produktionsverhältnisse werden Kultur, Kunst
und Wissenschaft, von denen die Werktätigen im Kapitalismus
ausgeschlossen sind, erblühen. In der Kunst werden Werke des
sozialistischen Realismus entstehen, die von proletarischen
Künstlern für die werktätigen Massen geschaffen
wurden und die die Interessen und Ziele der Werktätigen zum
Ausdruck bringen. Wie die Kunst wird auch die Wissenschaft im
Dienste des Volkes stehen. Den Werktätigen werden alle
Möglichkeiten der umfassenden Aus- und Weiterbildung, von denen
sie im Kapitalismus weitgehend ausgeschlossen sind, eröffnet.So
schreitet, geführt von ihrer kommunistischen Partei, die
Arbeiterklasse auf dem Weg ihrer Befreiung voran. Die Partei erzieht
die Massen dabei stets darin, daß die Revolution niemals
stehen bleiben darf, sondern immer vorwärts zum Kommunismus
schreiten muß.
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Diktatur des Proletariats und sozialistische Demokratie
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Auch nachdem die alte Ausbeuterordnung durch die
proletarische Revolution zerschlagen, die Herrschaft der
Kapitalisten gestürzt und schließlich die Bourgeoisie als
Klasse liquidiert wurde, hört der Klassenkampf keineswegs auf.
Die gestürzte, politisch und ökonomisch entmachtete
Bourgeoisie bleibt noch eine verhältnismäßig lange
Zeit stark. Zugleich entstehen auch unter der Diktatur des
Proletariats neue bürgerliche, kapitalistische Elemente. Das
hat seine Ursache darin, daß die neue sozialistische
Gesellschaft nicht mit einem Schlag alle Übel des Kapitalismus
beseitigen kann, sondern noch mit einer Reihe von Muttermalen der
alten kapitalistischen Gesellschaft behaftet ist. Die bürgerlichen,
kapitalistischen Kräfte im Innern sind durch tausend Fäden
mit der internationalen Bourgeoisie verbunden und werden mit allen
Mitteln von ihr unterstützt. Sie geben die Hoffnungen und die
Versuche, die Macht an sich zu reißen und den Kapitalismus
wiederherzustellen, nicht auf.
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Deshalb muß die Arbeiterklasse im Bündnis mit den
anderen Werktätigen die Diktatur des Proletariats ausüben
und den Klassenkampf unerbittlich weiterführen, um eine erneute
bürgerliche Machtergreifung zu verhindern. Dieser Klassenkampf
und die Diktatur des Proletariats richten sich nicht nur gegen die
gestürzten alten kapitalistischen Ausbeuter, sondern auch gegen
das Heranbilden neuer bürgerlicher Elemente aus den Reihen der
Funktionäre der Partei, im Staatsapparat, in Wirtschaft und
Kultur, gegen die Überreste der bürgerlichen Ideologie und
des Kapitalismus in allen gesellschaftlichen Bereichen.
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Die Diktatur des Proletariats bleibt eine uneinnehmbare Festung,
wenn die Partei die Lehren des Marxismus-Leninismus treu anwendet,
den Klassenkampf konsequent führt und ständig eine scharfe
revolutionäre Wachsamkeit an den Tag legt. Die führende
Rolle der marxistisch-leninistischen Partei ist die entscheidende
Voraussetzung für die Verteidigung und Festigung der Diktatur
des Proletariats, für den siegreichen Aufbau des Sozialismus
und die Weiterführung der Revolution bis zum Kommunismus; denn
die führende Rolle der kommunistischen Partei ist der
konzentreirte Ausdruck der führenden Rolle der Arbeiterklasse
und der wichtigste subjektive Faktor dafür, daß die
revolutionären Ziele und das revolutionäre Programm der
Arbeiterklasse in die Tat umgesetzt werden. Je mehr die Revolution
vorwärtsschreitet und sich vertieft, desto mehr muß die
führende Rolle der Partei in jedem Bereich des Lebens, in jedem
staatlichen und gesellschaftlichen Bereich gefestigt und ausgebaut
werden.
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Während das Proletariat im Bündnis mit den anderen
Werktätigen seine Diktatur über die Ausbeuter ausübt,
herrscht zugleich für die Werktätigen umfassendste
Demokratie. Sozialistische Demokratie und Diktatur des Proletariats
sind zwei notwendige Bestandteile des proletarischen Staates und der
sozialistischen Gesellschaftsordnung. Das eine kann ohne das andere
nicht verwirklicht werden.
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Wie in der kapitalistischen Gesellschaft bleibt auch in der
sozialistischen Gesellschaft die Demokratie durch ihren
Klassencharakter geprägt, jedoch unter völlig anderen
Vorzeichen: zum ersten Mal ist sie die Demokratie der arbeitenden
Mehrheit gegen die ausbeuterische Minderheit und gegen die Feinde
des Sozialismus, die von der Demokratie ausgeschlossen werden und
nicht mehr die Freiheit haben, die sozialistische
Gesellschaftsordnung zu bekämpfen und zu unterhöhlen. Die
proletarische oder sozialistische Demokratie ist die einzig wahre
Demokratie für die breiten Schichten der Werktätigen.
Deshalb ist die Diktatur des Proletariats millionenfach
demokratischer als die »demokratischste« bürgerliche
Republik.
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Während die bürgerliche Demokratie sich auf die
Ausbeutung des Menschen durch den Menschen stützt und diese
aufrechterhalten soll, ist die Befreiung der Werktätigen von
jeder Ausbeutung und die darauf beruhenden sozialistischen
Verhältnisse der Gleichheit und gesellschaftlichen
Zusammenarbeit zwischen den Werktätigen die Grundlage der
sozialistischen Demokratie.
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Während sich die bürgerliche Demokratie auf das
bürokratische Verwaltungssystem stützt und das Volk von
den Regierungsgeschäften vollkommen ausgeschaltet ist, ist im
Sozialismus die Arbeiterklasse, geführt von ihrer
kommunistischen Partei, an der Macht, und der proletarische Staat
ist Instrument ihrer Herrschaft. Der proletarische Staat ist so
organisiert, daß die breiten Massen der Werktätigen
tatsächlich die Möglichkeit haben, unmittelbar
mitzuregieren.
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So mobilisieren die Räte, die alle umfassende Form des
Zusammenschlusses und der Organisation der Massen unter der Führung
des Proletariats, die breitesten Schichten der Arbeiter, Bauern und
alle Werktätigen zum Kampf und zur sozialistischen Aufbauarbeit
und ziehen sie praktisch zur Verwaltung des Staates heran. Die Räte,
die sich in ihrer ganzen Tätigkeit besonders auf die
proletarischen Massenorganisationen stützen, verwirklichen
unter den Werktätigen die weitestgehende Demokratie und sind
mit den Massen unendlich enger verbunden als alle anderen
Staatsformen. Das Recht der Wahl und der Abberufung gewählter
Vertreter, ihre Rechenschaftspflicht gegenüber den Wählern,
die Vereinigung der ausführenden und der gesetzgebenden Gewalt,
die Wahl an der Arbeitsstätte - alles das sichert der
Arbeiterklasse und den unter ihrer Führung marschierenden
Massen der Werktätigen eine systematische, ununterbrochene und
aktive Beteiligung an allen öffentlichen Angelegenheiten
wirtschaftlicher, politischer, militärischer und kultureller
Natur.
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Mit der Vereinigung der gesetzgebenden und
ausführenden Gewalt, die nur durch den Sturz der Bourgeoisie
und die Zerschlagung des bürgerlichen Staates möglich
wurde, ist das bürokratische Regierungssystem beseitigt worden.
Unter der Führung der Partei kämpfen die Arbeiterklasse
und die Werktätigen aber weiterhin gegen alle Erscheinungen und
Tendenzen des Bürokratismus, die dem demokratischen Charakter
des proletarischen Staates widersprechen und die Gefahr in sich
bergen, daß sich eine neue privilegierte Schicht herausbildet.
Die proletarische Demokratie kennt keinen Unterschied zwischen den
gesetzlich verankerten Rechten und Freiheiten des Volkes und der
Wirklichkeit. Die proletarische Demokratie legt vielmehr gerade das
Schwergewicht darauf, den Werktätigen in der Praxis tasächlich
Zugang zur Verwaltung des Staates, zur vollständigen Nutzung
seiner realen Möglichkeiten zu geben. Gleichzeitig klämpft
die Partei an der Spitze der Werktätigen darum, ständig
die Bedingungen dafür zu schaffen, diese demokratischen Rechte
und Freiheiten weiter zu vertiefen.
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Die sozialistische Demokratie macht Schluß mit der
ideologischen Versklavung der Werktätigen durch die Ideologie
der Ausbeuter, durch deren dekadente Kultur und Moral. Die
sozialistische Demokratie verankert die marxistisch-leninistische
Weltanschauung, die der wissenschaftliche Ausdruck der
Lebensinteressen der Werktätigen ist. Die sozialistische
Gesellschaft erzieht einen neuen Menschen, der revolutionär
lebt, arbeitet und denkt.
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Während die bürgerliche Demokratie die werktätigen
Massen entwaffnet und durch Armee, Polizei usw. niederhält,
befinden sich in der sozialistischen Demokratie die Waffen in den
Händen des Volkes, also im direkten Besitz der Arbeiter, Bauern
und aller Werktätigen. Das ist ein wichtiger Ausdruck der
sozialistischen Demokratie und eine Gewähr dafür, daß
niemand sich durch Gewalt den Massen aufzwingen und ihnen die
demokratischen Rechte und Freiheiten entreißen kann.
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So ist die Aufhebung der Klassen das Werk eines langwierigen,
schweren, hartnäckigen Klassenkampfes, de nach dem Sturz der
Macht des Kapitals nicht verschwindet. Der Sozialismus, die
Klassendiktatur des Proletariats, ist die notwendige Übergangsphase
zum Kommunismus, zur Abschaffung der Klassenunterschiede überhaupt,
zur Abschaffung sämtlicher Produktionsverhältnisse, auf
denen diese Klassenunterschiede beruhen, zur Abschaffung sämtlicher
gesellschaftlicher Beziehungen, die diesen Produktionsverhältnissen
entsprechen, zur Umgestaltung sämtlicher Ideen, die aus diesen
gesellschaftlichen Beziehungen hervorgehen. Erst wenn diese Aufgaben
auf dem Erdball sämtlich erfüllt sind, so daß die
Bourgeoisie und alle Ausbeuterklassen weder existieren, noch von
neuem entstehen können, hat die Diktatur des Proletariats ihre
historische Aufgabe gelöst, kann die gesamte Menschheit
vorwärtsschreiten zum Endziel, dem Kommunismus.
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IV. DEUTSCHLAND IM IMPERIALISTISCHEN WELTSYSTEM
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Die Gegenwärtige Lage in Deutschland ist in
gewisser Hinsicht ein Abbild der Lage in der Welt und in Europa. In
Deutschland stoßen die Machtbereiche der beiden
imperialistischen Supermächte aneinander. Auf deutschem Boden
stehen sich ihre Militärblöcke und Truppen direkt
gegenüber. Die Deutsche Bundesrepublik und Westberlin gehören
zum Einflußbereich des USA-Imperialismus und sind
Aufmarschgebiet des USA-Imperialismus gegen Osteuropa, den
Einflußbereich des sowjetischen Sozialimperialismus.
Westdeutschland ist Mitglied der NATO, die vom US-Imperialismus
kontrolliert wird. Zwar übt der westdeutsche Imperialismus
innerhalb der europäischen Gemeinschaft, dem reaktionären
Zusammenschluß der westeuropäischen Monopole, eine
führende Rolle aus, doch auch die Europäische Gemeinschaft
steht unter dem vorherrschenden Einfluß des USA-Imperialismus.
Der westdeutsche Imperialismus ist eine eigenständige
imperialistische Macht, aber er ist politisch, wirtschaftlich,
militärisch in gewissem Umfang dem Einfluß und der
Kontrolle des USA-Imperialismus ausgesetzt.
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Der USA-Imperialismus ist der größte
Kapitalexporteur in der Bundesrepublik und Westberlin. Vor allem in
bestimmten Schlüsselindustrien der westdeutschen Wirtschaft ist
die Position des US-Kapitals von großer Bedeutung. Die
Bundesrepublik und Westberlin werden militärisch vom
USA-Imperialismus besetzt gehalten. Die in der Bundesrepublik und
Westberlin stationierten USA-Truppen, für deren Unterhalt die
westdeutschen Werktätigen -zig Milliarden Mark aufbringen
mußten und müssen, sind eine Besatzungsarmee. Die
US-Besatzer genießen durch Verträge und Abkommen
Sonderrechte, die sie zum Eingreifen in die inneren Verhältnisse
Westdeutschlands berechtigen. In den Pariser Verträgen von 1954
stimmte die westdeutsche Monopolbourgeoisie der Besetzung
Westdeutschlands bis zum Jahre 2005 zu. Die Bundeswehr untersteht im
Rahmen der NATO weitgehend dem amerikanischen Oberbefehl.
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Die USA-Besatzertruppen in Westdeutschland haben die
Aufgabe, die Interessen des USA-Imperialismus in Westdeutschland und
Westeuropa gegen den Kampf der Arbeiterklasse und der Werktätigen,
gegen die Expansionsbestrebungen des sowjetischen
Sozialimperialismus und gegen Versuche des westdeutschen
Imperialismus, aus dem Einflußbereich und der Globalstrategie
des USA-Imperialismus auszuscheren, zu verteidigen.
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Der westdeutsche Imoperialismus ist Komplize und
Handlanger des USA-Imperialismus. Aber er ist kein Vasall der
US-Monopole. Heute ist er nach den beiden Supermächten selbst
eine der stärksten imperialistischen Mächte in der Welt.
Er gehört zu den bedeutendsten Kapitalexporteuren der Welt. Auf
allen Kontinenten beutet er die Völker aus, wobei er sich auf
die reaktionärsten Regime stützt und diese in Abhängigkeit
bringt.
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Der westdeutsche Imperialismus, der nach den USA die
zweitstärkste Macht in der NATO ist, nimmt hauptsächlich
an der Seite des USA-Imperialismus am Kampf um die Neuaufteilung der
Welt teil, was nicht ausschließt, daß er sich unter
bestimmten Bedingungen auf die Seite des sowjetischen
Sozialimperialismus schlägt. Wie die beiden Supermächte
bereitet sich auch der westdeutsche Imperialismus auf einen dritten
Weltkrieg vor und gibt nach ihnen das meiste Geld für die
Rüstung aus.
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Der westdeutsche Imperialismus versucht, die
Widersprüche zwischen den beiden imperialistischen Supermächten
für seine expansionistischen und revanchistischen Ziele
auszunutzen. In verschiedenen Verträgen kamen die sowjetischen
Sozialimperialisten den westdeutschen Imperialisten, die durch die
Ausweitung des Osthandels Riesenprofite, Zugang zu neuen
Rohstoffquellen und verstärkten Einfluß in Osteuropa
anstreben, scheinbar entgegen. Tatsächlich verschaffte der
sowjetische Sozialimperialismus dem westdeutschen Imperialismus
durch diese Verträge eine bedeutende politische Aufwertung,
ohne daß die Forderungen der Völker Europas, die gegen
die Hitler-Aggression gekämpft hatten, erfüllt worden
wären. Die alten revanchistischen Bestrebungen des
westdeutschen Imperialismus wurden verstärkt, indem die Frage
der völkerrechtlichen Anerkennung der DDR aus diesen Verträgen
ausgeklammert wurde und den westdeutschen Imperialisten
Möglichkeiten eröffnet wurden, ihre Position in Westberlin
zu stärken.
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Der sowjetische Sozialimperialismus verfolgt mit
dieser Politik seine Interessen als imperialistische Supermacht. Im
Rahmen seiner Rivalität mit dem USA-Imperialismus im Kampf um
die Weltherrschaft ist er bestrebt, in Westdeutschland seinen
Einfluß zu steigern, die Widersprüche zwischen dem
USA-Imperialismus und dem westdeutschen Imperialismus zu
verschärfen, die Position des USA-Imperialismus in
Westdeutschland und damit in Westeuropa zu schwächen.
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Die DDR steht unter der Herrschaft des sowjetischen
Sozialimperialismus. Zwar ist auch die DDR ein imperialistisches
Land, doch das gegenwärtige Regime in der DDR ist ein
Vasallenregime Moskaus Die Verträge, die der DDR von der
Sowjetunion diktiert wurden, sehen der »Doktrin der begrenzten
Souveränität« entsprechend vor, daß die DDR
keine wichtige außenpolitische Maßnahme treffen darf,
der die sowjetischen Machthaber nicht zugestimmt hätten. Die
1975 in Kraft getretene Verfassung der DDR bekräftigt die
Unterwerfung unter den sowjetischen Sozialimperialismus und geht
sogar so weit, die Existenz der deutschen Nation zu leugnen.
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Die DDR ist militärisch vom sowjetischen
Sozialimperialismus besetzt. Sie ist Aufmarschgebiet des
sowjetischen Sozialimperialismus gegen Westdeutschland und
Westeuropa. Die DDR ist vertraglich verpflichtet, dem sowjetischen
Sozialimperialismus bei seinen Raubzügen und Aggressionen
jeglichen Beistand einschließlich des militärischen, zu
leisten, wofür der unter Beteiligung der Nationalen Volksarmee
durchgeführte Überfall der sowjetischen
Sozialimperialisten auf die CSSR ein Beispiel war.
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Das Vasallenregime in der DDR hat der Sowjetunion
vertraglich das Recht zuerkannt, ihre Besatzertruppen jederzeit
gegen die Werktätigen der DDR aufmarschieren zu lassen, sollten
diese versuchen, ihre sowjetischen und deutschen Unterdrücker
zu verjagen. Die sowjetischen Panzer in der DDR sollen die
Herrschaft des sowjetischen Sozialimperialismus gegen die
Arbeiterklasse und die Werktätigen der DDR, gegen den
USA-Imperialismus und den westdeutschen Imperialismus sichern.
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Der ostdeutsche Imperialismus unterstützt als
nach der Sowjetunion zweitstärkste Macht des Warschauer Paktes
die Kriegsvorbereitungen des sowjetischen Sozialimperialismus. Die
Nationale Volksarmee ist faktisch dem zentralen Kommando Moskaus
unterstellt.
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Wirtschaftlich unterliegt die DDR der Ausplünderung
durch den sowjetischen Sozialimperialismus. Über den
sogenannten Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe und
demagogisch verbrämt mit der sogenannten Theorie der
internationalen Arbeitsteilung zwingen die sowjetischen
Sozialimperialisten die neue Bourgeoisie der DDR, die DDR-Wirtschaft
weitgehend auf die Interessen und den Bedarf der Sowjetunion
abzustellen. Gleichzeitig haben die sowjetischen Sozialimperialisten
die DDR in nahezu völlige Rohstoffabhängigkeit gebracht.
Diese Monopolstellung, vor allem auf dem Energiesektor, wird von der
Sowjetunion zu einer brutalen, imperialistischen Handelspolitik
ausgenutzt, durch die die Ausplünderung der DDR weiter
verschärft wird.
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In vielen Teilen der Welt spielt die DDR die Rolle
des Juniorpartners Moskaus. Zunehmend exportiert die neue
Monopolbourgeoisie der DDR Kapital in andere Länder. In viele
Länder liefert sie Waffen. In eine große Zahl von Ländern
hat sie Militär- und Wirtschaftsberater entsandt. Das alles
geschieht unter der Kontrolle und mit Billigung Moskaus. Aber im
Schlepptau des sowjetischen Sozialimperialismus versucht die DDR,
ihre eigenen Interessen als imperialistische Macht zu verwirklichen.
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Die deutsche Nation
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Die deutsche Nation ist in zwei imperialistische
Staaten gespalten, von denen keiner, weder die DBR noch die DDR, das
Recht hat, für ganz Deutschland aufzutreten. Beide Staaten auf
deutschem Boden sind von den Truppen je einer der beiden
imperialistischen Supermächte besetzt. Der Imperialismus, vor
allem die beiden imperialistischen Supermächte und ihre
deutschen Vasallen bzw Komplizen, hält die Spaltung der
deutschen Nation gewaltsam aufrecht, verweigert der deutschen Nation
das nationale Selbstbestimmungsrecht und damit das Recht auf einen
unabhängigen deutschen Nationalstaat.
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Die Spaltung durch den Imperialismus aber konnte die
Existenz der deutschen Nation nicht auslöschen und wird es
nicht können. Das deutsche Volk wünscht die Einheit und
Unabhängigkeit Deutschlands. Es wünscht ein vereinigtes,
unabhängiges, friedliebendes Deutschland, in dem keine
sowjetischen und amerikanischen Panzer rasseln, in dem keine
sowjetischen »Kooperationsverträge« und
amerikanische Monopole die Arbeiter zusätzlich ausbeuten. Es
wünscht ein Deutschland, in dem es für die breiten Massen
echte Demokratie gibt. Ein solches Deutschland kann nur ein
sozialistisches Deutschland sein.
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Das deutsche Volk will weder ein Deutschland unter
der Diktatur des westdeutschen Finanzkapitals, noch ein Deutschland
ostdeutscher, sozialfaschistischer Prägung.
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Ein solches Deutschland wäre nicht unabhängig,
weil es unter der Vorherrschaft des USA-Imperialismus oder des
sowjetischen Sozialimperialismus stehen würde. Ein solches
imperialistisches Deutschland wäre kein friedliebender Staat,
sondern eine Bedrohung für die Völker Europas, die sich
mit einem vereinigten imperialistischen Deutschland niemals abfinden
könnten und würden. Ein solches Deutschland würde den
werktätigen Menschen keine Demokratie, sondern erneut die
Diktatur der Ausbeuter bringen.
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Eine Wiedervereinigung Deutschlands, die den
Interssen der deutschen Arbeiterklasse und des ganzen werktätigen
deutschen Volkes entspricht, kann deshalb nur in einem unabhängigen,
sozialistischen Deutschland erfolgen. Deshalb ist die Lösung
der nationalen Frage, die Wiedervereinigung und Erringung der
nationalen Unabhängigkeit Deutschlands, untrennbar mit der
allgemeinen und übergeordneten Frage der sozialistischen
Revolution in ganz Deutschland verbunden.
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V. DAS KAPITALISTISCHE SYSTEM IN DEUTSCHLAND
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In der Bundesrepublik, in Westberlin und in der DDR
herrscht die kapitalistische Ausbeuterordnung. In ganz Deutschland
befindet sich der Kapitalismus im Stadium des Imperialismus. In ganz
Deutschland hat die historische Entwicklung so die sozialistische
Revolution, die Errichtung bzw. in der DDR die Wiedererrichtung der
Diktatur des Proletariats als strategisches Ziel der Arbeiterklasse
unmittelbar auf die Tagesordnung gesetzt. Der Widerspruch zwischen
Proletariat und Bourgeoisie ist sowohl in der Bundesrepublik und
Westberlin als auch in der DDR der Hauptwiderspruch, der alle
anderen gesellschaftlichen Widersprüche bestimmt. Nur durch die
gewaltsame sozialistische Revolution kann sich die Arbeiterklasse in
der Bundesrepublik, in Westberlin und in der DDR von Ausbeutung und
Unterdrückung befreien und ein vereintes, unabhängiges,
sozialistisches Deutschland errichten.
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Die Diktatur der Bourgeoisie in der Bundesrepublik
und in Westberlin
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In Westdeutschland und Westberlin herrscht die
westdeutsche Bourgeoisie mit der Monopolbourgeoisie an der Spitze.
Die Wirtschaft der Bundesrepublik und Westberlins wird von einigen
Dutzend Monopolgruppen, Bank- und Versicherungskonzernen sowie
staatlichen Monopolgesellschaften beherrscht. Die
Kapitalverflechtungen, die Abhängigkeit der Kleinen von den
Großen und der Großen von den Zentren des Finankapitals
hat solche Ausmaße angenommen, daß die Bundesrepublik
und Westberlin von einer Clique von höchstens einigen hundert
Monopolisten und Finanzhyänen beherrscht werden. Diese haben in
ihrem Streben nach höchsten Profiten alle wirtschaftliche und
politische Macht an sich gerissen und üben ihre Klassendiktatur
über die Arbeiterklasse und die Werktätigen aus.
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Die Schaltzentralen der monopolkapitalistischen
Wirtschaft bilden die Großbanken. Über ihre Bankkonzerne,
ihre Kreditpolitik, ihre Aktienbeteiligungen und ihr
Aktiendepotstimmrecht bestimmen sie nahezu restlos über
Industrie und Handel. Die Großbanken in der Bundesrepublik und
Westberlin (Deutsche Bank AG, Dresdner Bank AG, Commerzbank u.a.)
besitzen oder kontrollieren praktisch alle Klein- und Mittelbanken.
Sie sind fast an allen wichtigen Betrieben beteiligt. Sie halten
hunderte von Aufsichtsratsposten besetzt und stellen weit über
100 Aufsichtsratsvorsitzende. Andererseits ist jeder der 30 größten
Konzerne in der Bundesrepublik und Westberlin in den Vorständen
der Großbanken vertreten.
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Die Schlüsselzweige der Industrie und des
Handels werden jeweils von wenigen Monopolen beherrscht. Die
Monopolisierung wird dadurch vorangetrieben, daß ganze
Produktions- bzw. Dienstleistungszweige in die Hände des
Staates übergehen. Durch die Bundesbank als Staatsbank wird die
Monopolisierung im Bankwesen vorangetrieben. Zwischen ihr und den
Privatbanken besteht eine enge Verflechtung. Über sie können
die Großbanken ihr Kreditvolumen erweitern.
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Die Kapitalisten der Bundesrepublik und Westberlins
sind unter der Führung der Monopolbourgeoisie straff
organisiert. Fast jeder Kapitalist ist Mitglied eines
Unternehmerverbandes. Sie arbeiten zu allen wesentlichen politischen
Fragen ihre Stellungnahmen aus. Ihre Eingaben und Vorlagen haben oft
schon den Charakter von Gesetzesvorlagen. Keine wichtige politische
Entscheidung fällt ohne Zustimmung der Monopolbourgeoisie.
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Der Staat in der Bundesrepublik und Westberlin ist
ein Instrument der Diktatur der Monopolbourgeoisie. Dem System des
staatsmonopolistischen Kapitalismus entsprechend ist der Staat
vollständig den Monopolen untergeordnet. Auch personell ist die
Monopolbourgeoisie mit dem Staatsapparat verwachsen. Nicht nur
indirekt, indem sie Abgeordnete des Parlaments und Funktionäre
des Staatsapparates durch finanzielle Zuwendungen und hochdotierte
Posten korrumpiert, sondern die Monopolverbände nehmen auch
direkt Einfluß auf die Besetzung der Ministerialbürokratie
bis hin zu den Staatssekretärs- und Ministerposten und besetzen
sie mit ihren Leuten. Ständig wechseln hohe Beamte in die
Chefetagen der Großkonzerne und zurück. Die bürgerlichen
Parteien werden vom Monopolkapital finanziell ausgehalten, und ihre
Führer sind oft selbst Monopolkapitalisten oder eng mit dem
Monopolkapital verbunden.
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Zur Verschleierung ihrer diktatorischen Herrschaft
bedient sich die Monopolbourgeoisie der sogenannten
parlamentarischen Demokratie. Das Parlament und die bürgerlichen
Parteien dienen dazu, das Volk hinters Licht zu führen, ihm das
Gefühl zu vermitteln, die politischen Entscheidungen würden
nicht gemäß den Interessen der Monopolbourgeoisie,
sondern nach dem Willen der Mehrheit des Volkes gefällt. In
Wirklichkeit werden die eigentlichen »Staatsgeschäfte«
hinter den Kulissen in den Ausschüssen, Kanzleien und Stäben
und letztendlich in den Chefetagen der Konzerne und Großbanken
abgewickelt. Die bürgerlichen Wahlen sind für die
Arbeiterklasse und die Werktätigen in keiner Beziehung freie
Wahlen, weil sie unter den Bedingungen der Diktatur der
Kapitalistenklasse stattfinden, weil die Werktätigen durch ihre
Stimmabgabe höchstens bewirken können, daß eine
Regierung der Monopole durch eine andere abgelöst wird, die
ebenfalls aus Repräsentanten und Vollzugsgehilfen der
Monopolbourgeoisie gebildet wird.
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Die Monopolbourgeoisie setzt ihren Staatsapparat zur
Sicherung und Erlangung höchster Profite ein. Sie benutzt ihn
zur steuerlichen Ausplünderung der Werktätigen und läßt
sich die den Werktätigen abgepreßten Steuergelder in Form
von Subventionen, Stillegungsprämien, Investitionshilfen,
Staatsaufträgen usw. auszahlen.
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Eine besondere Rolle spielt dabei das
Rüstungsgeschäft. Politisch hat die von der
Monopolbourgeoisie und ihrem Staat vorangetriebene Aufrüstung
das Ziel, kriegerische Aggressionen nach außen und die
militärische Niederhaltung des Volkes im Innern vorzubereiten.
Ökonomisch verschafft das Rüstungsgeschäft den
Monopolen staatlich garantierte Riesenprofite, die aus den den
Werktätigen abgepreßten Steuergeldern finanziert werden.
Die führenden westdeutschen Konzerne wie Krupp, Thyssen,
Siemens usw. stecken heute wie früher wieder tief im
Rüstungsgeschäft.
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Im Interesse der Monopole greift der
imperialistische Staat in Westdeutschland in die Wirtschaftsabläufe
ein, um die Höchstprofite der Monopolkapitalisten zu sichern
und die Lasten der unvermeidlichen kapitalistischen Krise auf die
Werktätigen abzuwälzen.
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Die wichtigste Aufgabe des bürgerlichen Staates
ist die gewaltsame Niederhaltung der Arbeiterklasse und aller
Werktätigen, um die Diktatur der Kapitalistenklasse
aufrechtzuerhalten. Armee, Polizei, Justiz, Bürokratie
usw.dienen hauptsächlich diesem Ziel. Wie alle bisherigen
Ausbeuterklassen vor ihr, tritt auch die Bourgeoisie nicht
freiwillig von der Bühne der Geschichte ab. Wie der bisherige
Verlauf des proletarischen Befreiungskampfes auf der ganzen Welt
gezeigt hat, greift die Bourgeoisie, wo immer sie ihre Herrschaft
durch den revolutionären Ansturm des Proletariats bedroht
sieht, zu allen Mitteln des blutigen, konterrevolutionären
Terrors, um ihre Klassendiktatur aufrechtzuerhalten. Deshalb wird
die imperialistische Bundeswehr nicht nur auf die Aggressionen nach
außen, sondern auch auf den Bürgerkrieg gegen die
Arbeiterklasse und die anderen Werktätigen im Innern gedrillt.
Deshalb werden Polizei und Bundesgrenzschutz immer offener zu
Bürgerkriegstruppen ausgebaut.
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Angesichts der Unvermeidbarkeit des Heranreifens
einer revolutionären Situation verschärft die Bourgeoisie,
vor allem das Finanzkapital, die Vorbereitungen, um die für die
rücksichtslose, blutige Niederschlagung der Arbeiterklasse
hinderliche Maske der bürgerlichen Demokratie fallenzulassen,
selbst die wenigen Rechte und Freiheiten abzuschaffen, um zu offen
terroristischen, faschistischen Formen ihrer Klassendiktatur zu
greifen.
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Die Bundesrepublik war bereits mit ihrer Gründung
auf reaktionäreren Grundlagen als die Weimarer Republik
entstanden. Seitdem aber wurde von der Bourgeoisie systematisch die
Faschisierung von Staat und Gesellschaft in Westdeutschland und
Westberlin vorangetrieben: durch die Verschärfung der
Staatsschutzgrenze, durch das KPD-Verbot, durch den Aufbau und
ständig forcierten Ausbau der Bürgerkriegstruppen, durch
den Ausbau des geheimdienstlichen Überwachungs- und
Spitzelapparates usw. Während die Bourgeoisie so die Rechte und
Freiheiten des Volkes immer mehr abbaut, fördert sie zugleich
offen faschistische Organisationen und die Wiederbelebung
nazistischer Propaganda. Mit der Verabschiedung der Notstandsgesetze
durch die große Koalition von CDU und SPD hat sich die
herrschende Klasse die gesetzliche Grundlage geschaffen, auf der sie
bei einer für sie kritischen Zuspitzung der Klassenkämpfe
die offen faschistische Diktatur legal errichten kann, wenn der
Kampf der Arbeiterklasse und des Volkes es nicht verhindert.
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Alle Bereiche des gesellschaftlichen Überbaus
stehen im Dienste der Bourgeoisie zur Sicherung ihrer
Klassendiktatur, zur Unterdrückung der Werktätigen.
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Das Ausbildungssystem ist vollständig auf die
politischen und wirtschaftlichen Interessen der Monopolbourgeoisie
ausgerichtet. Das kapitalistische Ausbildungssystem soll die Jugend
politisch und ideologisch an den Kapitalismus ketten und der
Bourgeoisie die Masse der Lohnsklaven und die benötigten
Techniker, Spezialisten, Technokraten, Manager usw. liefern.
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Ein wichtiger Hebel der Monopole und ihres Staates
zur Versklavung des Volkes bildet der systematisch betriebene
Einsatz der Massenmedien. Presse-, Film-, Buchwesen sind in hohem
Maße monopolisiert und zunehmend gleichgeschaltet. Funk- und
Fernsehanstalten liegen direkt in den Händen des
kapitalistischen Staates, der über die Parteien der
Monopolbourgeoisie, die Rundfunk- und Fernsehräte die Zensur
der Monopolbourgeoisie durchführt.
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Eine wichtige Rolle bei der politischen,
ideologischen und kulturellen Versklavung des werktätigen
Volkes spielen die Kirchen. Sie sind eng mit dem Staatsapparat
verbunden, der die finanzielle Sicherung der Kirchen durch die
Kirchensteuer, die er den Werktätigen abpreßt, übernommen
hat. Es ist die Aufgabe der Kirche, die Werktätigen mit dem
Gift des religiösen Aberglaubens zu verseuchen, die
kapitalistische Ausbeuterordnung als »gottgewollt«
hinzustellen, um die Werktätigen vom revolutionären Kampf
abzuhalten.
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Die Diktatur der Bourgeoisie, die in Luxus, Überfluß
und unglaublicher Verschwendung lebt, bedeutet für die
Arbeiterklasse und die werktätigen Massen Westdeutschlands und
Westberlins ein Leben in Ausbeutung und Unterdrückung, in
materieller und kultureller Armut. Angesichts von Arbeitslosigkeit,
Krise, Krieg und Faschismus ist selbst dieses durch Mangel,
Entbehrung und Schufterei geprägte Leben vollständig
unsicher. Die Herrschaft der ausbeuterischen, durch und durch
reaktionären und parasitären Kapitalistenklasse ist die
entscheidende Ursache für das Elend der Arbeiter und aller
Werktätigen im Kapitalismus. Diese Diktatur der Bourgeoisie muß
vollständig zerschlagen werden, damit für die Arbeiter und
die Werktätigen Westdeutschlands und Westberlins der Weg frei
wird zu einem glücklichen Leben im Sozialismus.
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Besonderheiten Westberlins
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Westberlin liegt auf dem Territorium der DDR.
Solange die DDR ein sozialistischer Staat war, kämpften die
deutschen Kommunisten deshalb für den Anschluß
Westberlins an die DDR. Mit der vollständigen kapitalistischen
Entartung der DDR und ihrer Versklavung durch den sowjetischen
Sozialimperialismus liegt ein Anschluß Westberlins an die DDR
nicht mehr im Interesse der Arbeiterklasse und der Werktätigen
Westberlins. Die KPD/ML bekämpft deshalb alle Annexionsversuche
des sowjetischen Sozialimperialismus gegenüber Westberlin. Sie
bekämpft zugleich alle Versuche des westdeutschen
Imperialismus, sich Westberlin vollständig einzuverleiben.
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Auch das Proletariat und die Werktätigen
Westberlins stehen unter der Diktatur der westdeutschen Bourgeoisie,
vor allem der Monopolbourgeoisie. Aber stärker noch als für
die Bundesrepublik ist für Westberlin die Bedrohung durch den
sowjetischen Sozialimperialismus. Größer als in der
Bundesrepublik sind auch die Rechte der Einmischung, die der
USA-Imperialismus und die anderen Westmächte in Westberlin
haben.
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Aufgrund der engen Bindung Westberlins an die
Bundesrepublik und der Herrschaft des westdeutschen Imperialismus in
Westberlin ist es wahrscheinlich, daß mit dem Entstehen einer
revolutionären Situation in der Bundesrepublik auch in
Westberlin eine revolutionäre Situation entstehen würde.
Aufgrund der Lage Westberlins inmitten der DDR ist es aber auch
möglich, daß eine revolutionäre Krise in der DDR auf
Westberlin übergreift.
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Die Diktatur der neuen ostdeutschen Bourgeoisie
in der DDR unter der Oberherrschaft des sowjetischen
Sozialimperialismus -
Der heutige staatsmonopolistische Kapitalismus in
der DDR ist als Ergebnis der bürgerlichen Entartung der
sozialistischen Wirtschaft und des sozialistischen Staates
entstanden. Der Grad der staatsmonopolistischen Entwicklung in der
DDR ist höher als in der Bundesrepublik und in Westberlin.
Während in Westdeutschland die staatlichen Monopole gegenüber
den privaten eine untergeordnete Rolle spielen und eingerichtet
wurden, weil es die Interessen der privaten Monopole erforderten,
gibt es in der DDR nur Staatsmonopole.
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Unter der Oberherrschaft des sowjetischen
Sozialimperialismus übt die neue Bourgeoisie, vor allem die
neue Monopolbourgeoisie, die Diktatur über die Arbeiterklasse
und die Werktätigen der DDR aus. Diese Monopolbourgeoisie neuen
Typs, die sich hauptsächlich aus den Spitzen der Partei- und
Staatsführung rekrutiert, hat alle politische und
wirtschaftliche Macht an sich gerissen. Diese Clique von 150-200
Personen übt, allerdings an der Leine Moskaus, die ganze Macht
in der DDR diktatorisch aus.
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Die wesentlichen Produktionsmittel befinden sich
nicht im individuellen Besitz einzelner Mitglieder der neuen
Bourgeoisie, sondern diese besitzt sie als Klasse. Die neue
Bourgeoisie eignet sich den Mehrwert der Arbeit der Arbeiterklasse
kollektiv an. Damit der vollständigen Restauration des
Kapitalismus in der DDR die Jagd der Bourgeoisie nach Profit wieder
ausschlaggebender Faktor ist, erhielten die einzelnen
Betriebsdirektoren auch wieder die entsprechenden Befugnisse, um die
Ausbeutung der Arbeiter zu verschärfen und alle anderen
Maßnahmen zu treffen, damit die neue Bourgeoisie höchsten
Profit erzielt. Diese Betriebsleitungen bekommen in Form von Prämien
und Gehältern einen Profitanteil, dessen Höhe von der Höhe
des von ihnen durch die Ausbeutung der Arbeiter insgesamt erzielten
Profits abhängt.
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Der hohe Grad der staatsmonopolistischen Entwicklung
bewirkt nicht, daß es keine Konkurrenz zwischen den neuen
Kapitalisten mehr gibt. Innerhalb der neuen Monopolbourgeoisie
findet ein ständiger Kampf um die Machtpositionen und damit um
den größten Anteil am Profit und die meiste
Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel statt. Auch
zwischen den Leitungen der verschiedenen Betriebe kommt es zunehmend
zu scharfen Konkurrenzkämpfen.
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Das Einkommen der neuen Kapitalisten in der DDR
beträgt bis zum zigfachen eines Arbeiterlohnes. Sie haben ihre
Kanäle für Westgeld und Westwaren, eigene
1.-Klasse-Krankenhäuser und Erholungsheime. Sie leben in
luxeriösen Villen, sie haben ihre Datschen in bevorzugter,
abgeschirmter Gegend, verkehren in eigenen Clubs, zu denen kein
Werktätiger Zutritt hat, sie können ins westliche Ausland
fahren, ihre Kinder werden in der Ausbildung bevorzugt usw.
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Der Staat in der DDR ist das wichtigste Instrument
der Diktatur der neuen ostdeutschen Bourgeoisie unter der
Oberherrschaft des sowjetischen Sozialimperialismus. Der
Staatsapparat ist auf allen Ebenen eng mit dem Parteiapparat der SED
verfilzt und verwachsen. Die Spitzenpositionen des Staatsapparates
wie des Parteiapparates sind in den Händen der neuen
Monopolbourgeoisie der DDR. Die neuen Zaren im Kreml wachen
sorgfältig darüber, daß die Spitzenpositionen im
Partei- und Staatsapparat mit Leuten besetzt werden, die sich als
willfährige Lakaien Moskaus erwiesen haben.
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Mit Hilfe des Staatsapparates verfügt die neue
ostdeutsche Bourgeoisie über die wesentlichen
Produktionsmittel. Über den Staatsapparat eignet sie sich den
Mehrwert kollektiv an. Über die staatlichen Pläne bestimmt
sie den Einsatz des Kapitals usw. All dies ist Ausdruck des hohen
staatsmonopolistischen Entwicklungsgrades des Kapitalismus in der
DDR.
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Um ihre sozialfaschistische Diktatur über die
Werktätigen zu verschleiern, hat die neue Bourgeoisie der DDR
bestimmte äußere Formen und Hüllen des von ihr
zerschlagenen sozialistischen Staates übernommen und ihnen
einen sozialfaschistischen Inhalt gegeben. So bezeichnen die
SED-Revisionisten das heutige sozialfaschistische Regime sogar noch
als Diktatur des Proletariats. In Wirklichkeit hat die neue
Bourgeoisie alles, was von der Erscheinungsform oder vom Namen her
noch an den ersten sozialistischen Staat auf deutschem Boden
erinnert, in sein totales Gegenteil verkehrt. Die Volkskammer ist
beispielsweise nur noch ein reines Akklamationsorgan, um den
Beschlüssen der sowjetischen Sozialimperialisten und ihrer
ostdeutschen Vasallen einen demokratischen Anstrich zu geben.
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Die neue Bourgeoisie hat entgegen ihren Phrasen über
die angebliche sozialistische Demokratie eine sozialfaschistische
Diktatur über die Arbeiterklasse und die Werktätigen
errichtet. Die Arbeiterklasse und die Werktätigen in der DD
haben kaum Rechte, kaum legale Möglichkeiten des Kampfes gegen
die Ausbeutung und Unterdrückung durch den sowjetischen
Sozialimperialismus und die neue ostdeutsche Bourgeoisie. Tausende
politische Gefangene sind in den ostdeutschen Gefängnissen
eingekerkert. Die Zahl der Polizei im Verhältnis zur
Bevölkerung gehört zu den höchsten der Welt. Wie
Hitlers Gestapo hat auch der Staatssicherheitsdienst der
DDR-Machthaber ein Spitzel- und Zuträgersystem aufgebaut, das
oft bis in die Familien hineinreicht. Fernsehen, Funk, Presse,
Erziehungs- und Bildungswesen- alles ist in den Händen der
neuen Bourgeouisie zu Instrumenten der sozialfaschistischen
Unterdrückung der Werktätigen geworden.
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Die Hauptaufgabe des sozialfaschistischen
Staatsapparates ist es, die Herrschaft des sowjetischen
Sozialimperialismus und der neuen ostdeutschen Bourgeoisie über
die Arbeiterklasse und die Werktätigen in der DDR gewaltsam
aufrechtzuerhalten. Die neuen Zaren im Kreml und ihre ostdeutschen
Vasallen werden ohne zu zögern versuchen, die Arbeiterklasse
und die Werktätigen der DDR blutig niederzuschlagen, wenn diese
sich erheben.
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Die Lage der Arbeiterklasse und der Werktätigen
in der DDR unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der der
Arbeiter und Werktätigen in den anderen kapitalistischen
Ländern. Sie werden ausgebeutet und unterdrückt, führen
ein schlechtes Leben voller Sorgen und Entbehrungen, während
die neue Bourgeoisie in Luxus lebt. Auch für die Arbeiter und
Werktätigen in der DDR gibt es nur einen Weg, ihre Lage
grundsätzlich zu ändern: die Diktatur der neuen
ostdeutschen Bourgeoisie und ihrer Moskauer Oberherren muß
gestürzt werden, die Diktatur des Proletariats und der
Sozialismus müssen wiedererrichtet werden.
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VI.DIE KLASSEN IN DEUTSCHLAND
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Wie in allen kapitalistischen Gesellschaften, stehen
sich auch in der Bundesrepublik, in Westberlin und in der DDR die
Bourgeoisie und das Proletariat unversöhnlich gegenüber.
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Zur Bourgepoisie gehört, wer von der Ausbeutung
der Lohnarbeit lebt, sich den von den Arbeitern erarbeiteten
Reichtum privat aneignet, um davon in Luxus zu leben, seinen Besitz
zu vergrößern, neue Investitionen zu tätigen, um
noch mehr Profit aus den Werktätigen herauszupressen. Zur
Bourgeoisie gehören die Besitzer der Produktionsmittel, die
hauptsächlich zur Ausbeutung fremder Arbeitskraft eingesetzt
werden. Innerhalb der Bourgeoisie bestehen Widersprüche (zum
Beispiel zwischen Monopolbourgoisie und mittlerer Bourgeoisie).
Diese Widersprüche sind jedoch für die Strategie des
Proletariats und seiner Partei nicht von entscheidender Bedeutung.
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Der Bourgeoisie steht das Proletariat gegenüber.
Die Arbeiterklasse besitzt sekbst keine Produktionsmittel. Sie ist
deshalb gezwungen, ihre Arbeitskraft an die Kapitalisten zu
verkaufen. Die Arbeiterklasse ist die am meisten ausgebeutete Klasse
der kapitalistischen Gesellschaft. Sie ist zugleich der wichtigste
Produzent des materiellen Reichtums. Ihre Lebens- und
Klasseninteressen zwingen die Arbeiter zum unversöhnlichen
Kampf gegen den Kapitalismus. Nur das Proletariat ist eine wirklich
revolutionäre Klasse. Da die Arbeiterklasse kein Privateigentum
an den Produktionsmitteln besitzt, ist sie nicht daran interessiert,
es aufrechtzuerhalten. Im Gegenteil: da das Privateigentum an den
Produktionsmitteln die Grundlage für die Ausbeutung der
Arbeiter durch die Kapitalisten bildet, ist seine Beseitigung und
Ablösung durch das gesellschaftliche Eigentum der einzige Weg
zur Befreiung der Arbeiterklasse.
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Die Arbeiterklasse ist nicht nur die einzig wirklich
revolutionäre, sie ist auch die am besten zum Kampf gerüstete
und zahlenmäßig stärkste Klasse in Deutschland. Das
Proletariat ist der Totengräber der Bourgeoisie und des
Kapitalismus.
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Die Klassen und Schichten zwischen Proletariat und
Bourgeoisie werden in ihrer Gesamtheit als Kleinbürgertum
bezeichnet. Mit den selbständigen Handwerkern und Bauern
gehören zum Kleinbürgertum wichtige Produzenten des
materiellen Reichtums. Für das Kleinbürgertum ist die
schwankende Haltung im Kampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie
typisch. Das Kleinbürgertum ist insgesamt an die Existenz des
Privateigentums an den Produktionsmitteln gebunden. Insofern ist es
mit den Interessen der Bourgeoisie verknüpft und spielt eine
konservative Rolle. Aber breiteste Schichten des Kleinbürgertums
sind von der Proletarisierung bedroht. Im Hinblick auf ihren
bevorstehenden Übergang ins Proletariat sind sie revolutionär
und können vom Proletariat als Bündnispartner gewonnen
werden. Auf der Grundlage seiner Stellung zum Proletariat und zur
Bourgeoisie, seiner bevorstehenden Proletarisierung oder der
Möglichkeit, in die Bourgeoisie aufzusteigen, wird das untere,,
mittlere und obere Kleinbürgertum unterschieden.
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Aus den verkommenen Elementen aller Klassen und
Schichten rekrutiert sich das Lumpenproletariat: Verbrecher,
Zuhälter, Penner und andere arbeitsscheue Elemente. Dieses
Gesindel ist absolut käuflich und wird daher von der
Bourgeoisie oft als Agenten,Provokateure und Spitzel in Dienst
genommen. Zwischen ihm und dem klassenbewußten Proletariat
gibt es nichts Gemeinsames.
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DIE KLASSEN DER BUNDESREPUBLIK UND IN WESTBERLIN
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Die Bourgeoisie
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Zur Bourgeoisie gehören in Westdeutschland und
Westberlin die Monopolbourgeoisie und die mittlere Bourgeoisie.
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Die Monopolbourgeoisie unter der Führung der
Finanzoligarchie ist die entscheidende Kraft, die herrschende
Schicht innerhalb der Bourgeoisie. In ihr konzentriert sich in
wenigen Händen die politische, ökonomische und
militärische Macht. Entscheidend für die Zugehörigkeit
zur Monopolbourgeoisie ist hauptsächlich, wie weit dieser
Kapitalist durch ein vielfältiges und verzweigtes Beteiligungs-
und Kontrollsystem in der Lage ist, fremde Kapitalien - sei es durch
Bankanteile oder Aktienbeteiligungen in der Industrie - zu
beherrschen. Von großer Bedeutung ist dabei der Einfluß,
den eine Finanzgruppe, eine Bank, ein Konzern aufgrund ihrer
ökonomischen Macht auf den Staat ausüben können, um
eine Politik in ihrem Interesse durchzusetzen.
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Zur westdeutschen Monopolbourgeoisie gehören
die Finanzkapitalisten, die Bosse der Banken und Versicherungen, der
großen Industrie- und Handelskonzerne. Dazu gehören auch
die Spitzenmanager der Monopole. Zur Monopolbourgeoisie gehören
ebenfalls die Spitzen des Staatsapparates, die Bundeswehrführung
sowie die Spitzen der DGB-Führung.
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Die Monopolbourgeoisie, vor allem die
Finanzoligarichie, ist der reaktionärste Teil der Bourgeoisie.
Sie ist die treibende Kraft bei der Unterdrückung und
Ausplünderung anderer Länder, bei der Militarisierung der
Wirtschaft, der Anzettelung imperialistischer Kriege und der
Faschisierung von Staat und Gesellschaft.
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Zur mittleren Bourgeoisie gehören alle
Kapitalisten, die nicht zur Monopolbourgeoisie gehören. Das
bedeutet nicht, daß die mittlere Bourgeoisie unabhängig
von der Monopolbourgeoisie ist und in diesem Sinne als »
nichtmonopolistische Bourgeoisie« bezeichnet werden kann.
Der größte Teil der mittleren Bourgeoisie ist vielmehr
kapitalmäßig, und auch hinsichtlich des Absatzes der
Produkte von den Großbanken, den Industrie- und
Handelskonzernen abhängig. Nur ein relativ geringer Teil der
kleineren und mittleren Industriebetriebe ist nicht direkt vom
Monopolkapital abhängig. Dabei handelt es sich vorwiegend um
Industriezweige, an denen die Monopole bislang kein Interesse
hatten. Insgesamt nimmt die Bedeutung dieser nicht direkt vom
Monopolkapital abhängigen Betriebe immer mehr ab. Der
Konzentrationsprozeß der Produktion und des Kapitals, der sich
vor allem stärker in Krisenzeiten verschärft, greift immer
stärker auch auf die mittlere Industrie über.
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Zur mittleren Bourgeoisie zählen auch Manager,
höchste Angestellte und Beamte in Industrie- und
Handelsunternehmen, in Banken und Versicherungen, in Staat und
Verwaltung, Bundeswehr und DGB-Führung, soweit sie nicht als
unmittelbare Führungsspitzen direkt zur Monopolbourgeoisie
gehören. Zur mittleren Bourgeoisie gehören die besonders
Privilegierten der freien Berufe wie Chefärzte und ähnliche.
Im Bereich der Landwirtschaft gehören zur mittleren Bourgeoisie
die Gutsbesitzer und die modernen Agrarkapitalisten.
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In Westdeutschland und Westberlin ist die gesamte
Bourgeoisie - die Monopolbourgeoisie und die mittlere Bourgeoisie -
auf der ganzen Linie reaktionär. Auch die mittlere Bourgeoisie
kann niemals ein Bündnispartner des Proletariats sein. Das
Interesse des Proletariats erfordert den Sturz und die Zerschlagung
der Herrschaft der gesamten Bourgeoisie.
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Das Kleinbürgertum
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Das obere Kleinbürgertum umfaßt den Teil
der kleinen Warenproduzenten, selbständigen Handwerker, Bauern,
Händler und Ladenbesitzer, die über eigene
Produktionsmittel verfügen, meistens selbst mitarbeiten und in
der Regel wenige Lohnarbeiter beschäftigen, regelmäßig
Überschüsse erwirtschaften und nicht unmittelbar bedroht
sind, ins Proletariat abzusinken. Es umfaßt höhere und
leitende Angestellte (Prokuristen, Abteilungsleiter usw.), Ärzte
Rechtsanwälte, Wissenschaftler usw., die ebenfalls nicht vom
Absinken ins Proletariat bedroht sind. In diesen Schichten des
Kleinbürgertums ist der Übergang zur Bourgeoisie fließend.
Die oberen Kleinbürger sind in der Regel bestrebt, in die
Bourgeoisie aufzusteigen, auch wenn das nur wenigen gelingt. Das
obere Kleinbürgertum ist der engste Bündnispartner der
Bourgeoisie gegen das Proletariat. Nur ein kleiner Teil des oberen
Kleinbürgertums wird sich im Kampf zwischen Proletariat und
Bourgeoisie neutral verhalten. Lediglich kleinere Teile werden sich
auf die Seite des Proletariats stellen.
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Das mittlere Kleinbürgertum umfaßt den
Teil der kleinen Warenproduzenten, selbständigen Handwerker,
Bauern, Händler und Ladenbesitzer, die selbst Produktionsmittel
besitzen, von ihrer eigenen Arbeit leben und in der Regel keine
Lohnarbeiter beschäftigen, die ihren Betrieb gegenwärtig
noch halten können, aber keine nennenswerten Überschüsse
mehr erwirtschaften. Sie sind zwar noch nicht unmittelbar, aber doch
auf längere Sicht von der Ruinierung und dem Absinken ins
Proletariat bedroht. Zum mittleren Kleinbürgertum gehören
ferner Teile der mittleren Beamten und Angestellten, Lehrer und
Teile der freien Berufe. Ihre Lebenslage ist in der Regel noch
deutlich besser als die der Arbeiterklasse, aber für einen Teil
von ihnen verschlechtert sie sich zusehends. Wenn sie als Beamte
nicht kündbar sind, ist ihre Existenz häufig relativ
unsicher. Ein Teil von ihnen ist von Arbeitslosigkeit bedroht, und
ein Teil dieser Schichten können als Bündnispartner des
Proletariats gewonnen werden. Ein anderer Teil wird sich neutral
verhalten. Nur ein geringer Teil des mittleren Kleinbürgerrtums
wird aktiv im Lager der Konterrevolution stehen.
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Zum unteren Kleinbürgertum gehört der Teil
der kleinen Warenproduzenten, selbständigen Handwerker, Bauern,
Händler und Ladenbesitzer, die nicht mehr genug erwirtschaften,
um leben und den Betrieb halten zu können. Sie besitzen zwar
einige Produktionsmittel, aber obwohl sie vom frühen Morgen bis
zum späten Abend schuften, verschulden sie sich immer mehr, bis
sie schließlich ihre Arbeitskraft verkaufen müssen. Zu
dieser Schicht gehört die Mehrzahl der Bauern, die noch nicht
ins Halbproletariat oder Proletariat abgesunken sind. Ein ähnliches
Schicksal erwartet auch diesen Teil der kleinen, selbständigen
Handwerker und Händler. Auch ihr Abstieg ins Proletariat steht
unmittelbar bevor. Das untere Kleinbürgertum umfaßt
ferner Teile der unteren und mittleren Beamten und Angestellten, die
zwar über keinerlei Produktionsmittel verfügen, sich aber
durch ihr Einkommen und durch sonstige mit ihrer Stellung
verbundenen Vorteile vom Proletariat abheben. Das untere
Kleinbürgertum, vor allem die Kleinbauern, ist der engste
Bündnispartner des Proletariats.
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Das Halbproletariat
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Zum Halbproletariat gehören Zuerwerbs- und
Nebenerwerbsbauern, die tagsüber oder saisonweise ihre
Arbeitskraft an die Kapitalisten verkaufen müssen und daneben
noch ihren Hof bewirtschaften. Auch sie besitzen zwar noch
Produktionsmittel, ihre eigentliche Existenzgrundlage aber ist
bereits die Lohnarbeit. Zum Halbproletariat gehören ferner
ehemals selbständige Handwerker, die heute in Lohnarbeit
stehen, nebenbei aber noch selbständige Arbeiten ausführen.
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Die objektiven Interessen des Halbproletariats
stimmen bereits weitgehend mit denen des Proletariats überein,
auch wenn es in der Regel stärker durch kleinbürgerliches
Denken beeinflußt ist. Das Halbproletariat wird an der Seite
des Proletariats in der sozialistischen Revolution kämpfen.
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Das Proletariat
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Das Proletariat in Westdeutschland und Westberlin
umfaßt das Industrieproletariat, das nichtindustrielle
Proletariat und die unterste Angestelltenschicht. Zum
Industrieproletariat gehören die Arbeiter der Großindustrie,
der Metall-, Stahl-, Chemie-, Textil-, Druck- und Bauindustrie, des
Bergbaus, des Transportwesens usw. Das in den großen Fabriken
konzentrierte Industrieproletariat, zu dem in Westdeutschland ein
relativ hoher Anteil ausländische Kollegen gehört, ist der
revolutionärste Teil der Arbeiterklasse, der führende Kern
des Proletariats. Die tägliche Fronarbeit unter der Knute der
Kapitalisten erzieht es zum Klassenhaß. Durch die Arbeit in
der Großindustrie entwickeln die Arbeiter Eigenschaften wie
Kollektivgeist, Bereitschaft zu straffer Disziplin, zu einmütigem
Handeln, zur gegenseitigen Unterstützung und Hilfe. Die Arbeit
in den Riesenfabriken, in denen Tausende von Arbeitern konzentriert
sind, und die Zusammenballung der Großbetriebe in den
Großstädten fördern den Zusammenschluß des
Industrieproletariats. Alles das befähigt das
Industrieproletariat, den Klassenkampf gegen die Bourgeoisie am
konsequentesten und erfolgreichsten zu führen und in ihm die
Führung zu übernehmen.
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Zum nichtindustriellen Proletariat gehören die
Arbeiter in Handwerksbetrieben, in der Landwirtschaft, im Handel und
Verkehr und verschiedenes Dienstpersonal usw.
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Zum Proletariat muß man heute die untersten
Schichten der Angestellten rechnen. Ihre Lebens - und
Arbeitsbedingungen in den großen Warenhäusern, den
Großbanken, Versicherungen, Schreib- und Zeichensälen
werden immer mehr denen des Proletariats angeglichen. Die kleinen
Privilegien, die ihnen die Kapitalisten früher noch gewährten,
verlieren immer mehr an Bedeutung oder sind bereits völlig
verschwunden. In Großraumbüros konzentriert und unter
despotischer Aufsicht unterliegen sie steigender Arbeitshetze,
körperlichem und besonders psychischem Verschleiß. Sie
sind wegen der oftmals geringen Qualifikation ihrer Ausbildung, dem
starken Angebiot an Arbeitskräften zum Teil besonders schlecht
bezahlt und stellen in der Krise einen Großteil der
Arbeitslosen.
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Die Kräfte der Revolution und der
Konterrevolution in der Bundesrepublik und in Westberlin
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Unter den heutigen Verhältnissen haben sich die
Bedingungen dafür, daß das Proletariat unter seiner
Führung im Kampf gegen die Bourgeoisie ein breites Bündnis
mit anderen gesellschaftlichen Schichten herstellen kann, überaus
günstig gestaltet. Im Kampf für die sozialistische
Revolution können das Halbproletariat, das untere
Kleinbürgertum und größere Teile des mittleren
Kleinbürgertums aufgrund ihrer objektiven Interessen als
Bündnispartner des Proletariats gewonnen werden. Durch die
richtige Taktik kann erreicht werden, daß ein Teil des oberen
Kleinbürgertums sich im Kampf zwischen Proletariat und
Bourgeoisie neutral verhält.
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Im Lager der Konterrevolution aber steht nur eine
kleine Minderheit der Bevölkerung Westdeutschlands und
Westberlins: die Bourgeoisie und der Großteil des oberen
Kleinbürgertums.
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Trotz aller Veränderungen der sozialen Struktur
in der Bundesrepublik und Westberlin sind die werktätigen
Bauern nach wie vor der nächste und im Kampf entschlossenste
Bündnispartner des Proletariats. Indem die modernen
Revisionisten und verschiedene Opportunisten Schichten des
städtischen Kleinbürgertums, vor allem die
kleinbürgerliche Intelligenz, an die Stelle der Bauern setzen,
versuchen sie, die Arbeiterklasse von ihrem engsten Kampfgenossen zu
trennen und damit die Kräfte der sozialistischen Revolution zu
schwächen.
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Die Klassen in der Deutschen Demokratischen Republik
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Die neue Bourgeoisie
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Die neue Bourgeoisie der DDR entstand als Ergebnis
der Tatsache, daß die neuen bürgerlichen Elemente in der
DDR, vor allem in der SED, nach dem konterrevolutionären
Umsturz durch die Ulbricht-Clique den Kapitalismus wieder
restaurieren und sich als herrschende Klasse organisieren konnten.
Das bedingt im Vergleich zu den Bourgeoisien der westlichen
kapitalistischen Länder gewisse Besonderheiten in Struktur und
Organisation der neuen Bourgeoisie, ändert aber nichts an ihrem
Wesen als Klasse der Kapitalisten, die von der Ausbeutung der
Lohnarbeit leben, indem sie sich den von den Werktätigen in
gesellschaftlicher Arbeit produzierten Reichtum privat aneignen. Zur
neuen Bourgeoisie in der DDR gehören die neue
Monopolbourgeoisie und die neue mittlere Bourgeoisie.
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Aufgrund des hohen staatsmonopolistischen
Entwicklungsgrades der DDR, der nur staatliche Monopole zuläßt,
gibt die Frage nach der unmittelbaren Kontrolle des Staatsapparates
und der Zentren der politischen Macht gleichzeitig Antwort auf die
Frage, wer die unmittelbare Verfügungsgewalt über die
wesentlichen Produktionsmittel, die staatlichen Konzerne, das
akkumulierte Kapital usw. ausübt. Die neue Monopolbourgoisie
setzt sich somit aus den Mitgliedern des Politbüros der SED,
den Sekretären des Zentralkomitees, den Abteilungs- und
Kommissionsleitern des ZK, dem Ministerrat, der Führungsspitze
der NVA, der FDGB-Führung und sonstigen höchsten
Staatsfunktionären zusammen. Da viele dieser Machthaber
gleichzeitig in mehreren dieser Gremien vertreten sind, haben wir es
mit einer sehr kleinen Führungsclique zu tun. Zu dieser
Monopolbourgeoisie neuen Typs gehören weiter die
Generaldirektoren der Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB). Die
VVBs sind die ökonomischen Führungszentren der
verschiedenen Wirtschaftszweige, monopolistische Branchenkonzerne,
die sich zum Teil auch schon übergreifend vertikal gliedern.
Die neue Monopolbourgeoisie übt unter dem Oberbefehl des
sowjetischen Sozialimperialismus , wirtschaftliche und militärische
Macht in der DDR diktatorisch aus.
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Bei der Ausübung ihrer Herrschaft stützt
sich die neuen Monopolbourgeoisie auf eine breite bourgeoise
Schicht, die neue mittlere Bourgeoisie. Dazu gehören die
Direktoren der VEB-Großbetriebe, die Leiter der staatlichen
Güter, die Spitzen der Kreisleitungen der SED und der
Betriebsparteiorganisationen in den Großbetrieben,
Staatssekretäre und Spitzenwissenschaftler, einige
Schriftsteller und Künstler, die hohe Funktionen in den
Schriftsteller- und Künstlerverbänden ausüben oder
zusätzlich staatliche Leitungsfunktionen innehaben, Intendanten
großer Theater, Spitzenmediziner usw. Obwohl nicht unmittelbar
im Zentrum der Macht sitzend, lebt diese bourgeoise Schicht, die
unter der Führung der neuen Monopolbourgeoisie steht, von der
Ausbeutung der Werktätigen, und ihr Luxusleben unterscheidet
sich kaum von dem ihrer westlichen Klassenbrüder. Das Streben
der Mitglieder der mittleren Bourgeoisie ist darauf gerichtet, in
die neue Monopolbourgeoisie aufzusteigen. Für die Strategie des
Proletariats und seiner Partei entscheidende Widersprüche
zwischen der neuen Monopolbourgeoisie und der neuen mittleren
Bourgeoisie gibt es nicht. Die neue Bourgeoisie ist in ihrer
Gesamtheit ein Todfeind der sozialistischen Revolution in der DDR.
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Das Kleinbürgertum
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Zum oberen Kleinbürgertum gehört der Teil
der selbständigen Handwerker und selbständigen Händler,
der in der Regel selbst mitarbeitet und wenige Lohnarbeiter
beschäftigt, regelmäßig bedeutende Überschüsse
erwirtschaftet und gegenwärtig und auf längere Sicht nicht
vom Absinken ins Proletariat bedroht ist. Die Mitglieder dieser
Schicht streben danach, in die Bourgeoisie aufzusteigen. Aufgrund
des hohen staatsmonopolistischen Entwicklungsgrades haben sie dazu
in der Regel keine Chance. Deshalb wünschen sich viele von
ihnen Zustände wie in den westlichen kapitalistischen Ländern,
bei denen sie sich einen leichteren Aufstieg in die Bourgeoisie
erhoffen. So haben viele von ihnen gewisse Widersprüche zur
neuen Bourgeoisie. Andererseits sind sie Nutznießer der
Machtergreifung der neuen Bourgeoisie und der Restauration des
Kapitalismus. Aufgrund der schlechten Versorgungssituation durch den
staatlichen Sektor sind die kapitalistischen Machthaber auf sie
angewiesen, wenn nicht schwerwiegende Versorgungslücken und
noch größere Unzufriedenheit unter den Werktätigen
entstehen sollen. Deshalb wird ihnen nicht nur freie Hand gelassen,
sondern ihnen wurden durch die neue Bourgeoisie erhebliche Vorteile
eingeräumt. Zuim oberen Kleinbürgertum gehören weiter
die Leiter der großen HO-Konsum- und
Kommissionshandelsbetriebe, Direktoren kleinerer VEB-Betriebe, KAP-
und LPG- Vorsitzende, höhere hauptamtliche SED- und
FDGB-Funktionäre, die nicht zur neuen Bourgeoisie gehören,
ein Teil der Ärzte ( zum Beispiel Oberärzte, Ärzte
mit Privatpraxen, zum Teil Fachärzte), Institutsdirektoren,
Professoren usw. Die Mehrheit des oberen Kleinbürgertums ist
enger Bündnispartner der neuen Bourgeoisie, ein kleiner Teil
kann zur Neutralität bewegt werden, nur einzelne werden sich
auf die Seite der Arbeiterklasse stellen.
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Das mittlere Kleinbürgertum umfaßt den
Teil der selbständigen Handwerker und der selbständigen
Einzelhändler, der in der Regel keine Lohnarbeiter beschäftigt,
genug erwirtschaftet, um zu leben und den Betrieb zu erhalten, aber
keine bedeutenden Überschüsse erzielt. Dazu gehört
der Teil der Genossenschaftsbauern, die als ehemalige Großbauern
oder Kinder von Großbauern aufgrund des von ihnen
eingebrachten Bodens einen höheren Gewinnanteil als die Masse
der Genossenschaftsbauern erhalten oder die über besonders
gewinnträchtige Nebeneinnahmequellen verfügen. Das
mittlere Kleinbürgertum umfaßt weiter die Leiter der
kleinen HO- Konsum und - Kommissionshandelsbetriebe, mittlere SED-
und FDGB- Funktionäre, mittlere Angestellte der staatlichen
Betriebe ( zum Beispiel einen Großteil der Ingenieure,
Technologen, Ökonomen usw. ohne leitende Stellung), bestimmte
akademische Berufe ( zum Beispiel einen Großteil der Dozenten,
der Rechtsanwälte, einen Teil der Ärzte usw.). Ein Teil
des mittleren Kleinbürgertums kann für die sozialistische
Revolution gewonnen werden, ein anderer Teil wird sich neutral
verhalten und ein Teil wird Bündnispartner der neuen
Bourgeoisie sein.
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Zum unteren Kleinbürgertum gehört der Teil
der selbständigen Handwerker und Händler, der keine
Lohnarbeitert beschäftigt und nicht genug erwirtschaftet, um
den Betrieb zu halten und leben zu können und der über
kurz oder lang gezwungen sein wird, seine Arbeitskraft als
Lohnarbeiter zu verkaufen. Das untere Kleinbürgertum umfaßt
die Masse der Genossenschaftsbauern, die keinen
überdurchschnittlichen Gewinnanteil erhalten und über
keine besonders lukrativen Nebeneinnahmequellen verfügen. Zum
unteren Kleinbürgertum gehört ein Teil der unteren
Angestellten in den Betrieben und der unteren Staatsangestellten,
die nur wenig besser leben als die Arbeiterklasse und aufgrund ihrer
Stellung gewisse Privilegien genießen. Das untere
Kleinbürgertum, vor allem die Masse der Genossenschaftsbauern,
ist der engste Bündnispartner des Proletariats.
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Das Halbproletariat
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Zum Halbproletariat gehören die Landarbeiter,
die hauptsächlich vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben, daneben
aber noch in geringem Umfang kleinbäuerlichen Nebenerwerb
betreiben. Dazu gehören ehemals selbständige Handwerker,
die jetzt Lohnarbeiter sind, aber nach Feierabend noch als
selbständige Handwerker - sei es auch schwarz - arbeiten. Die
objektiven Interessen stimmen faktisch mit denen des Proletariats
überein, auch wenn es in der Regel stärker durch
kleinbürgerliche Ideologie beeinflußt ist. Das
Halbproletariat wird an der Seite des Proletariats in der
sozialistischen Revolution kämpfen.
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Das Proletariat
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Das Proletariat, die Klasse der Lohnarbeiter, ist
die einzig konsequent revolutionäre Klasse der
DDR-Gesellschaft. Sie hielt bereits die politische Macht in Händen
und übte ihre Klassendiktatur aus. Jetzt aber, nach der
vollständigen Wiederherstellung des Kapitalismus in der DDR,
unterscheidet sich ihre Lage grundsätzlich nicht von der
Arbeiterklasse in den westlichen kapitalistischen Ländern.
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Zum Proletariat in der DDR gehört das
Industrieproletariat, also die Arbeiter der großen Industrie
und des Transportwesens. Das Industrieproletariat ist der führende
Kern des Proletariats in der DDR. Zum Proletariat gehört das
nichtindustrielle Proletariat, also die Arbeiter des Handels und
Verkehrs und des Dienstleistungsbereiches, die Landarbeiter der
staatlichen Güter und die Landarbeiter der LPGs, die nicht LPG-
Mitglieder sind, sowie die in Handwerksbetrieben beschäftigten
Arbeiter. Zum Proletariat gehört auch ein großer Teil der
unteren Angestellten (Verkäufer, Bürokräfte usw.).
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Die Kräfte der Revolution und der
Konterrevolution in der DDR
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Im Kampf gegen die neue Bourgeoisie und den
sowjetischen Sozialimperialismus kann das Proletariat der DDR unter
seiner Führung die große Mehrheit der Bevölkerung
der DDR zusammenschließen. Das Halbproletariat, das untere
Kleinbürgertum und ein Teil des mittleren Kleinbürgertums
können als Bündnispartner des Proletariats gewonnen
werden. Grundlage und Kern dieses Bündnisses ist das enge
Bündnis der Arbeiterklasse mit den Genossenschaftsbauern unter
der Führung der Arbeiterklasse. Ein Teil des mittleren
Kleinbürgertums und ein kleiner Teil des oberen Kleinbürgertums
können durch eine richtige Politik veranlaßt werden, sich
im Kampf zwischen dem Proletariat auf der einen und dem sowjetischen
Sozialimperialismus und der neuen ostdeutschen Bourgeoisie auf der
anderen Seite neutral zu verhalten. Im Lager der Konterrevolution
wird dagegen nur eine kleine Minderheit der DDR-Bevölkerung
stehen:
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nur der Großteil des oberen Kleinbürgertums
und ein kleiner Teil des mittleren Kleinbürgertums werden sich
gegen das Proletariat auf die Seite des sowjetischen
Sozialimperialismus und der neuen Bourgeoisie stellen.
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VII. DIE AGENTUREN DER BOURGEOISIE IN DER
ARBEITERBEWEGUNG
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In ihrem Streben, die Arbeiterklasse niederzuhalten
und vom revolutionären Kampf abzuhalten, stützt sich die
Bourgeoisie auf ihre Agenturen in der Arbeiterbewegung, auf
Revisionismus und Opportunismus.
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Die soziale Grundlage des Opportunismus in der
Arbeiterbewegung ist die Arbeiteraristokratie. Die
Arbeiteraristokratie ist eine kleine, priviligierte, von der
Bourgeoisie korrumpierte oberste Schicht des Proletariats. Die
Bestechung einzelner Vertreter und Gruppen des Proletariats ist eine
Methode des Kampfes der Imperialisten gegen die Arbeiterbewegung.
Die Formen dieser Bestechung waren und sind verschieden. Besondere
finanzielle Zuwendungen, Überlassung lukrativer
Staatstellungen, Aufsichtsratsposten usw. an die käuflichen
Führer der Arbeiterbewegung, direkte Subventionierung
reformistischer und revisionistischer Organisationen. Als beste
Stützen der kapitalistischen Ordnung, als direkte Träger
des bürgerlichen Einflusses im Proletariat haben sich die
leitenden Kader der Sozialdemokratie und der reformistischen
Gewerkschaften sowie des modernen Revisionismus erwiesen. So gelingt
es der Bourgeoisie, eine oberste Schicht des Proletariats zu
korrumpieren und für den Kapitalismus gegen die proletarische
Revolution einzunehmen. Diese gekauften Elemente, die vor allem in
der Führung im im bürokratischen Apparat von DGB und FDGB
und der Agenturparteien der Bourgeoisie in der Arbeiterbewegung
vertreten sind, sind Schrittmacher des Einflusses der Bourgeoisie in
der Arbeiterklasse.
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Unter den verschiedenen Formen bürgerlicher
Ideologie, die innerhalb der Arbeiterklasse Einfluß haben,
gewinnen mit der Zuspitzung der Klassenkämpfe jene besondere
Bedeutung, die mit betont antikapitalistischer Demagogie auftreten
und vorgeben, für den Sozialismus zu kämpfen.
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Die Sozialdemokratie, der alte Revisionismus
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Die klassische Partei des alten Revisionismus in
Deutschland ist die SPD. Die SPD, die von ihrer Gründung 1869
an jahrzehntelang die revolutionäre Partei des deutschen
Proletariats war, entartete und enthüllte erstmals vor und
während des ersten imperialistischen Weltkrieges völlig
offen ihren konterrevolutionären Charakter. Damals unterstützte
sie die räuberischen Interessen der deutschen Bourgeoisie und
rief die deutschen Werktätigen unter der verlogenen Losung der
»Vaterlandsverteidigung« auf, für die Interessen
der deutschen Bourgeoisie gegen das Proletariat der anderen Länder
in den imperialistischen Krieg zu ziehen. Die SPD hatte damit den
Marxismus, den proletarischen Internationalismus und die
proletarische Revolution vollständig verraten.
In den
folgenden Jahrzehnten war die SPD die wichtigste Agentur der
deutschen Bourgeoisie in der Arbeiterbewegung. Im Dienste der
Bourgeoisie war sie eine aktive Kraft bei der blutigen
Niederschlagung proletarischer Aufstände. Sie betrog die
Arbeiter mit reformistischen Phrasen, betrieb die politische,
ideologische und militärische Entwaffnung des Proletariats und
wurde zum Wegbereiter des Faschismus. -
Heute ist die SPD eine der großen Parteien der
Monopolbourgeoisie in Westdeutschland und Westberlin. Mit dem
Godesburger Programm entledigte sie sich des letzten Restes
marxistischen Vokabulars und erklärte selbst, keine
Arbeiterpartei mehr zu sein, sondern eine Partei des ganzen Volkes
einschließlich der Kapitalisten. Damit hörte die SPD auf,
hauptsächlich eine Agentur der Bourgeoisie in der
Arbeiterbewegung zu sein und wurde offen zu einer Partei des
westdeutschen Monopolkapitals.
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Der »linke« Flügel der SPD aber
führt den sozialdemokratischen Revisionismus fort und arbeitet
hauptsächlich als Agentur der Bourgeoisie in der
Arbeiterbewegung. Die »linke« Sozialdemokratie arbeitet
heute eng mit den verschiedenen Strömungen des modernen
Revisionismus zusammen und hat viele politische und ideologische
Gemeinsamkeiten mit ihnen.
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Auch in der DDR existierten und existieren
sozialdemokratische Strömungen. Der sozialdemokratische
Revisionismus in der DDR ist heute auf das engste mit der Strömung
des sogenannten Eurokommunismus verbunden. Nach wie vor verfügt
die Sozialdemokratie über großen Einfluß auf die
Arbeiterklasse. Ihre Bedeutung als Agentur der Bourgeoisie in der
Arbeiterbewegung aber ist in dem Maße zurückgegangen, in
dem sich mit dem modernen Revisionismus eine neue, weniger entlarvte
bürgerliche Strömung in der Arbeiterbewegung entwickjelte.
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Der moderne Revisionismus
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Die Anfänge des modernen Revisionismus bildeten
sich während des zweiten Weltkrieges und danach heraus, als
Revisionisten wie Browder, Tito, Togliatti und andere gegen den
Marxismus-Leninismus auftraten und auf eine Spaltung der
kommunistischen Weltbewegung hinarbeiteten. Ihren Generalangriff
gegen den Marxismus-Leninismus aber konnten die modernen
Revisionisten erst nach Stalins Tod starten. Unter der Führung
Chruschtschows nahm er seinen Ausgangspunkt auf dem XX.Parteitag der
KPdSU 1956. Um dem modernen Revisionismus den Weg zu bahnen, mußten
die Chruschtschow-Revisionisten zunächst vor allem Stalin, den
unerschütterlichen Verteidiger des Marxismus-Leninismus, der
das Werk Lenins fortgesetzt hat, angreifen.
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Das wesentliche am modernen Revisionismus ist sein
Verrat am Marxismus-Leninismus in allen grundlegenden Fragen:
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sein Verrat an der sozialistischen Revolution des
Proletariats und am revolutionären Kampf der Völker, am
Sozialismus und der Diktatur des Proletariats. In den Ländern,
in denen sie an die Macht gekommen sind, haben die modernen
Revisionisten den Kapitalismus vollständig wiederhergestellt,
die Diktatur des Proletariats zerschlagen und eine
sozialfaschistische Diktatur der neuen Bourgeoisie über die
Werktätigen errichtet. In den kapitalistischen Ländern
versuchen sie, das Proletariat vom revolutionären Kampf gegen
den Kapitalismus abzuhalten, indem sie die Ideologie der
Klassenversöhnung verbreiten und die Massen mit Theorien über
die Möglichkeit eines friedlichen Weges zum Sozialismus
betrügen. Sie erfüllen damit zugleich die Aufgabe, der
Errichtung des Faschismus durch die Bourgeoisie den Weg zu bereiten,
indem sie die Massen politisch, ideologisch und militärisch
entwaffnen und - wie zum Beispiel in Chile 1973 - wehrlos dem
faschistischen Mordterror ausliefern. Der moderne Revisionismus hat
den Kampf gegen den Imperialismus durch die Zusammenarbeit mit dem
Imperialismus ersetzt. In einer Reihe von Ländern sind die
modernen Revisionisten an der Macht selbst zu Imperialisten
geworden.
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Der moderne Revisionismus ist keine einheitliche
Bewegung, sondern in verschiedene Strömungen gespalten, die
sich aufgrund machtpolitischer und chauvinistischer Interessen zum
Teil heftig bekämpfen.
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Die Strömung des sowjetischen Revisionismus
vertritt in allen grundlegenden Fragen ein Programm des
vollständigen Verrats am Marxismus-Leninismus und unterstützt
zugleich die imperialistischen Interessen und aggressiven Ziele des
sowjetischen Sozialimperialismus. Die Parteien des sowjetischen
Revisionismus sind in unterschiedlichem Ausmaß auch eine
fünfte Kolonne des sowjetischen Sozialimperialismus in ihren
Ländern.
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Der sogenannte Eurokommunismus tritt offen für
den Kapitalismus westlicher Prägung ein. Die Parteien des
»Eurokommunismus« lehnen mehr oder minder offen den
Moskauer Führungsanspruch ab, um besser der eigenen Bourgeoisie
und dem westlichen Imperialismus dienen zu können. In vielen
Fragen - zum Beispiel in der Propagierung des bürgerlichen
Parlamentarismus - nähert sich der »Eurokommunismus«
immer mehr der Sozialdemokratie an.
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Kernpunkte des Titoismus sind das System der
sogenannten Arbeiterselbstverwaltung und die These der
»Blockfreiheit«. Das System der
»Arbeiterselbstverwaltung« diente dazu, der
Arbeiterklasse und den Werktätigen Jugoslawiens nach dem
siegreichen Befreiungskampf den Kapitalismus aufzuzwingen. Mit der
These der »Blockfreiheit« und der Initiierung der
»Bewegung der Blockfreien« wollen die Titoisten im
Auftrag der Imperialisten die unterdrückten Völker vom
Kampf gegen den Imperialismus abhalten.
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Der chinesische Revisionismus hat mit dem Titoismus
und dem »Eurokommunismus« viele Gemeinsamkeiten.
Klarster Ausdruck des chinesischen Revisionismus ist die »Theorie
der drei Welten«, die sich offen gegen die sozialistische
Revolution und den revolutionären Befreiungskampf der
unterdrückten Völker, gegen den Sozialismus und die
Diktatur des Proletariats wendet. Der chinesische Revisionismus ist
auch ein Mittel der chinesischen Großmachtchauvinisten bei der
Verfolgung ihrer Pläne, China zu einer imperialistischen
Supermacht zu machen.
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Alle diese Strömungen des modernen
Revisionismus treten in Deutschland auf. Dabei sind die Übergänge
zwischen dem »Eurokommunismus«, dem Titoismus und
teilweise auch dem chinesischen Revisionismus fließend. Der
»Eurokommunismus« und der Titoismus drücken sich in
der DDR in der sogenannten Dissidenten- und Menschenrechtsbewegung
aus, in der sie sich mit offen antikommunistischen Reaktionären
verbünden und die auch vom chinesischen Revisionismus
unterstützt wird. In Westdeutschland und Westberlin verfügt
die »eurokommunistische« und titoistische Strömung
über Einfluß in der kleinbürgerlichen Intelligenz,
in der »linken« Sozialdemokratie, in der DKP/SEW und im
Gewerkschaftsapparat. Der chinesische Revisionismus verfügt in
Westdeutschland und Westberlin über einige nahezu
ausschließlich kleinbürgerliche Parteien und Gruppen,
während er in der DDR keine politische Kraft darstellt.