Ernst Aust

Feuer auf den revisionistischen Verrat!

- marxistisch-leninistische Standpunkte des genossen Ernst Aust, kurz vor seinem Tod aufgeschrieben im Kampf gegen die revisionistisch-trotzkistische HD Koch Clique (– in Anlehnung an die Schrift des Genossen Enver Hoxha: „Euro`kommunismus` = Anti-Kommunismus“)

Erstveröffentlichung am 25. März 2005 anlässlich des 20. Todestjahres von Genossen Ernst Aust





Auf dem IX. Parteitag der Kommunistischen Partei Spaniens im April 1978 erklärte Carillo: Den Leninismus als den Marxismus unserer Zeit zu betrachten – ist unannehmbar“ (Zitat aus: „Eurokommunismus = Anti-Kommunismus“ [Enver Hoxha]).

Die französischen Revisionistenführer schlugen auf ihrem XXIII. Parteitag im Mai 1979 vor, aus den Parteidokumenten die Berufung auf den Marxismus-Leninismus zu entfernen und stattdessen den Ausdruck „wissenschaftlicher Sozialismus“ zu benutzen (Zitat; ebenda).

Die Sozialdemokraten sind inzwischen nicht nur ideologisch und politisch, sondern auch in sozialer Hinsicht mit der Großbourgeoisie verschmolzen. Die Bourgeoisie hofft nun sehr darauf, dass die eurokommunistischen Revisionisten die Oberaufseher der kapitalistischen Ordnung werden, die Bannerträger der Konterrevolution (Zitat; ebenda).

Horst Dieter Koch ist nicht nur gegen Stalin, sondern auch gegen Lenin. Wie die Eurokommunisten predigt er die Abkehr vom Leninismus, um zu den Begründern des wissenschaftlichen Sozialismus, zu Marx und Engels „zurückzukehren“.

Insgesamt gesehen ist der moderne Revisionismus ein Ergebnis des Druckes, den die Bourgeoisie auf die Arbeiterklasse und ihren Kampf ausübt.

Während die modernen Revisionisten, dort wo sie an der Macht sind, zwar auch gegen bürgerliche Oppositionelle, Pazifisten, Jugos etc. vorgehen, sehen sie doch in den Marxisten-Leninisten ihre schärfsten Gegner und gehen – siehe DDR – mit Terror gegen sie vor. So auch bei uns. Während die HDK-Clique zwar in den Trotzkisten, Copik, Hansen, Moneta usw. liebe Freunde sehen, mit denen man zwar einige Meinungsverschiedenheiten hat, gehen sie gegen die Marxisten-Leninisten mit unverhüllter Wut und Terror vor.

Die Trotzkisten kamen mit der „Theorie der permanenten Revolution“, die besagte, ohne den Sieg der Revolution in anderen Ländern könne der Sozialismus in der Sowjetunion nicht aufgebaut werden (Zitat; ebenda).

In erster Linie revidierten die Titoisten die Grundprinzipien des Marxismus-Leninismus in Bezug auf die Rolle und die Mission der revolutionären Staatsmacht und der kommunistischen Partei in der sozialistischen Gesellschaft. Sie griffen die marxistische These an, dass die kommunistische Partei im System der Diktatur des Proletariats in allen Lebensbereichen die führende Rolle spielen muss (Zitat; ebenda).

Die Titoisten machten aus der Partei einen Erziehungs- und Propagandaverein. Sie nahmen der Kommunistischen Partei Jugoslawiens ihren revolutionären Geist und gingen de facto so weit, dass sie den Einfluss der Partei beseitigten und die Volksfront über sie stellten (Zitat; ebenda).

Auch bei uns in Ansätzen

Da der Titoismus, wie die Ansichten HDK`s in der entscheidenden Frage der Vorhutrolle der Partei der Arbeiterklasse in der Revolution und beim Aufbau des Sozialismus liquidatorisch und anti-marxistisch ist, ist er es auch in allen anderen Fragen.

Die Titoisten erklärten das Staatseigentum zu „gesellschaftlichen“ Eigentum, verschleierten mit anarcho-syndikalistischen Parolen „Die Fabriken den Arbeitern!“ die kapitalistischen Produktionsverhältnisse und spielten die einzelnen Abteilungen der Arbeiterklasse gegeeinander aus (Zitat, ebenda).

Selbstverwaltungs-Sozialismus als Tarnung für die kapitalistische Ordnung: Nach ihrer Vorstellung sollte dieser „spezifische Sozialismus“ nicht auf den sozialistischen Staat, sondern auf die unmittelbaren Produzenten gestützt, aufgebaut werden. Davon ausgehend, predigten sie das Absterben des Staates schon im Sozialismus, leugneten also die marxistisch-leninistische Grundthese von der Notwendigkeit des Bestehens der Diktatur des Proletariats während der ganzen Periode des Übergangs vom Kapitalismus zum Kommunismus (Zitat; ebenda).

So bestätigte sich erneut, dass die Parole von der „schöpferischen Entwicklung des Marxismus“ und vom „Kampf gegen den Dogmatismus“ die beliebteste Parole aller Spielarten des Revisionismus und ihnen allen gemeinsam ist (Zitat; ebenda).

Der Chruschtschow-Revisionismus bleibt weiterhin der gefährlichste, tückischste, bedrohlichste Revisionismus, weil er ein maskierter Revisionismus ist, nach außen den sozialistischen Schein wahrt.

Chruschtschow-Revisionismus: Der politische Organismus der Partei wurde ebenso wie die Armee, die Polizei und die anderen Organe der Diktatur der neuen Bourgeoisie in einen Organismus zur Unterdrückung der Massen verwandelt, ganz zu schweigen davon, dass sie auch zur Trägerin der Ideologie und Politik der Unterdrückung und Ausbeutung der Massen wurden (Zitat; ebenda).

Wie Browder, Tito, Togliatti und andere, die Umwandlung ihrer Parteien in „Vereinigungen“, „Bunde“, „Massenparteien“ predigten, sprach Chruschtschow von der „Partei des ganzen Volkes“ (angeblich, weil man jetzt in den Kommunismus eintrete).

Die Chruschtschowianer predigten, in der heutigen Etappe sei der „friedliche Weg“ der Hauptweg des Übergangs zum Sozialismus. Sie enpfehlen den kommunistischen Parteien eine Politik der Klassenversöhnung, der Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratie und anderen politischen Kräften der Bourgeoisie (Zitat; ebenda).

Mit ihren Predigten vom „friedlichen Weg zum Sozialismus“ wollten die Chruschtschowianer die Kommunisten und Revolutionäre auf der Welt dazu bringen, auf die Vorbereitung und Durchführung der Revolution zu verzichten und stattdessen ihre Arbeit ganz auf die Propaganda, auf Debatten und Wahlmanöver, auf Gewerkschafts-Kundgebungen und Tagesforderungen zu beschränken (Zitat; ebenda).

Wieder einmal bestätigte sich die große Lehre des Marxismus-Leninismus, dass die Perioden der friedlichen Entwicklung des Kapitalismus zum Nährboden für die Verbreitung des Opportunismus werden. Die neue Schicht der Arbeiteraristokratie, die in dieser Zeit (des „Wirtschaftswunders“) beträchtlich zunahm, begann in den Parteien und ihren Führungen einen immer negativeren Einfluss auszuüben, in dem sie opportunistischen und reformistischen Ideen und Ansichten in sie hineintrug (Zitat; ebenda).

Togliattis Vorstellung von einer Massenpartei sollte sich von der kommunistischen Partei Leninschen Typs in Bezug auf Klassenzusammensetzung, Ideologie und Organisationsform unterscheiden, eine breite Partei ohne Grenzen, wo jeder ein- und austreten konnte, wann er nur wollte.

Die diversen Revisionisten behaupten, der Marxismus-Leninismus sei „alt geworden“, er sei nicht mehr imstande, die Probleme der heutigen entwickelten Gesellschaft zu lösen (Zitat; ebenda).

Dass die Revisionisten aus ihren Statuten, Programmen und anderen Dokumenten jeden Hinweis auf den Marxismus-Leninismus entfernt haben, ist nicht nur eine formale Maßnahme, die das verankert, was sie in der Praxis schon lange getan haben (Zitat; ebenda).

Wenn unsere Partei den Begriff Marxismus-Leninismus noch im Statut aufrecht erhält, so dient das nur der Tarnung, da man ihn in der Praxis bereits schon länger verlassen hat.

Heute, so sagen sie (die Euro“kommunisten“), gibt es nicht mehr das Proletariat der Zeit von Marx und Lenin, die Klassen haben sich verändert und sind nicht mehr die, die die beiden gekannt und von denen sie gesprochen haben. (Hotschi Swerdlow,Internationale in düsteren Kinderjahren usw.). Inzwischen hat sich auch die bürgerliche Klasse aufgelöst, ihre Angehörigen haben sich in Werktätige verwandelt und der ganze Reichtum ist in die Hand einer kleinen kapitalistischen Clique konzentriert.

„Die führende Rolle der Arbeiterklasse im Prozess der Überwindung des Kapitalismus und des Aufbaus des Sozialismus kann und muss durch eine Zusammenarbeit und ein Abkommen zwischen verschiedenen Parteien und Strömungen, die den Sozialismus anstreben, verwirklicht werden, und zwar im Rahmen eines demokratrischen Systems, in dem alle Verfassungsparteien volle Rechte genießen, auch jene, die die sozialistische Umwandlung der Gesellschaft nicht wollen und sich ihr widersetzen, natürlich immer unter Einhaltung der durch die Verfassung vorgegebenen demokratischen Spielregeln“ (La politica e l`organizzazione dei communisti italiani, Roma 1979, Seite 8-9).

Damit soll Lenins Theorie über die unbedingte Notwendigkeit der Hegemonie des Proletariats in der Revolution und beim Aufbau des Sozialismus in Vergessenheit geraten.

Ohne Marxismus-Leninismus kann es keine kommunistische Partei geben!

„Gebt uns eine Organisation von Revolutionären, und wir werden Russland aus den Angeln heben!“ (Lenin Werke Band 5, Seite 483).

Der Sozialismus à la HD Koch überlässt die Arbeiterklasse dem Kleinbürgertum, der revolutionäre Sozialismus, der Kommunismus ist dagegen die Permanenzerklärung der Revolution, die Klassendiktatur des Proletariats als notwendige Durchgangsstufe zur Abschaffung der Klassenunterschiede überhaupt.

Wenn die Eurokommunisten, wenn HD Koch, nun nachzuweisen versuchen, dass der wahre Sozialismus nirgendwo jemals existiert habe, dass die von Lenin und Stalin in der Sowjetunion aufgebaute sozialistische Gesellschaft ein `Zerrbild des Sozialismus` gewesen sei, so ist das Anti-Kommunismus.

Man kann den Leninismus nicht in Stückchen zerlegen ohne in unversöhnliche Widersprüche und logische Absurditäten zu verfallen.

So hat sich HD Koch inzwischen nicht nur von Stalin, sondern auch vom Leninismus losgesagt.

In dem Sozialismus á la HD Koch soll es neben der Partei der Arbeiterklasse auch bürgerliche Parteien geben, die proletarische Ideologie soll mit anderen Ideologien koexistieren, der Staat in diesem `Sozialismus` soll ein Staat sein, in dem alle Klassen und Parteien die Macht inne haben.

Ohne die Herstellung des gesellschaftlichen Eigentums an den Produktionsmitteln in ausnahmslos allen Bereichen, ohne die Errichtung der Diktatur des Proletariats kann es niemals Sozialismus geben.

Im Programm von HD Koch ist nicht einmal die Rede davon, was mit den multinationalen Konzernen und dem ausländischen Kapital geschehen soll, will man es weiterhin Profit machen lassen?

Um eine Radikalisierung des Kampfes der werktätigen Massen zu vermeiden und revolutionären Ausbrüchen vorzubeugen, lässt die Bourgeoisie in bestimmten Bereichen die Verstaatlichung zu. Und zwar in den zurückgebliebenen, unrentablen Bereichen. Man überlässt sie dem Staat, damit er sie aus dem Haushalt, mit dem Geld der Steuerzahler subventioniert. Sind sie wieder rentabel geworden, werden sie wieder in Privateigentum überführt.

Und was kommt bei einer solchen „politischen Revolution“ heraus? „Die politische Demokratie“ wie die italienischen Revisionisten sagen, sie „stellt sich als höchste institutionelle Form der Organisierung eines Staates dar, selbst eines sozialistischen Staates“ (La politica e l`organizzazione dei communisti italianu, Roma, 1979, Seite 11).

Praktisch gibt es diese „politische Demokratie“ schon im Kapitalismus, man muss sie nur erweitern (Einhaltung der demokratischen Rechte, um zum Sozialismus zu kommen).

Was heißt „direkte Demokratie? Demokratie für alle, wo alle in Frieden und Klassenharmonie leben.

Auch die chinesischen Revisionisten, die Kommunistische Partei Chinas, sind für Pluralismus im Sozialismus.

Was ist mit der „Theorie“ Mao Tsetungs - „lasst hundert Blumen blühen, lasst hundert Schulen miteinander wetteifern“ gemeint? Damit ist gemeint, dass in China alle idealistischen, sozialdemokratischen, republikanischen, religiösen und andere Ideen erlaubt sind und zur Entfaltung kommen. „Lasst alle Schulen miteinander wetteifern, das ist Dialektik“, sagt Mao Tsetung. Wenn aber nun Pluralismus gleich Dialektik ist, wie die Eurokommunisten gleichfalls verkünden, dann kann man auch zusammen und in Einheit mit der Bourgeoisie und ihren Parteien in Frieden und friedlichenem Wettbewerb zum Sozialismus gelangen (Zitat; ebenda).

HD Koch attackiert den revisionistischen Staat der Sowjetunion, der DDR als einen Superstaat, ein Zerrbild des Sozialismus – da der Staat doch absterben soll – den sowohl Marx als auch Lenin kritisiert hätten. Das ist ein ganz banaler Trick. Der heutige Sowjetstaat ist kein sozialistischer Staat. Er hat sich in eine Diktatur der revisionistischen Bourgeoisie verwandelt, die die werktätigen Massen unterdrückt und ausbeutet.

Die sowjetische Politik ist nach Meinung der Eurokommunisten innerhalb des Landes antidemokratisch, nach außen aber als Ganzes gesehen, sozialistisch, anti-imperialistisch. Diese Einstellung führt dazu, dass die Eurokommunisten trotz des einen oder anderen Gegensatzes die expansionistische und hegemonistische Politik der Sowjetunion im Allgemeinen unterstützen.

Die Eurokommunisten wollen nicht wahrhaben, dass es ein großes nationales Problem gibt: die Frage der amerikanischen Herrschaft in Westeuropa und die Notwendigkeit, sich von ihr zu befreien. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges hat der amerikanische Imperialismus diesen Teil Europas durch alle möglichen Fesseln – politische, wirtschaftliche, militärische, kulturelle usw. - an sich gebunden. Ohne diese Fesseln zu zerreißen, kann es keinen Sozialismus, ja noch nicht einmal jene bürgerliche Demokratie geben, die die Eurokommunisten so über den grünen Klee loben. Das amerikanische Kapital ist in Europa so tief eingedrungen, es hat sich so sehr mit dem einheimischen Kapital verschmolzen, verflochten, dass man nicht mehr unterscheiden kann, wo das eine anfängt und das andere aufhört. Die europäischen Armeen sind so weitgehend in die von den Amerikanern beherrschte NATO integriert, dass sie als unabhängige, nationale Streitkräfte praktisch nicht mehr existieren. Im Bereich von Finanzen und Währung, von Technologie, Kultur usw. findet eine immer stärkere Integration statt.

Zwar gibt es zwischen den europäischen NATO-Ländern und den Vereinigten Staaten von Amerika verschiedene Widersprüche, wie sie zwischen großen kapitalistischen Gruppen und Gruppierungen normal und unvermeidlich sind, doch es ist eine Tatsache, dass sich die NATO-Länder stets in allen großen Fragen der Weltpolitik und der Weltwirtschaft Washington untergeordnet haben. Wie die Bourgeoisie aller anderen Länder ist auch die europäische Großbourgeoisie, wenn es darum geht, zwischen den Klasseninteressen und den nationalen Interessen zu wählen, stets dazu geneigt, die letzteren zu opfern. Gerade aus diesem Grund haben die Kommunisten immer für die Verteidigung der nationalen Interessen gekämpft und sie dabei eng mit der Sache der Revolution und des Sozialismus verbunden.

Dass die Eurokommunisten die Existenz eines nationalen Problems in ihren Ländern, konkret die Notwendigkeit des Kampfes gegen die amerikanische Herrschaft und das amerikanische Diktat und für die Festigung der nationalen Unabhängigkeit und Souveränität bestreiten, ist ein weiterer Beweis ihrer politischen und ideologischen Entartung, ihres Verrats an der Sache der Revolution.

Die These vom Gleichgewicht zwischen den Großmächten als Faktor oder Mittel zur Erhaltung des Friedens ist eine alte imperialistische Parole, die der Welt – besonders Europa – wohlbekannt ist. Sie sollte schon immer die Hegemoniepolitik der imperialistischen Großmächte rechtfertigen, ihr angemaßtes Recht, sich in die inneren Angelegenheiten der anderen einzumischen und über sie zu herrschen (Zitat; ebenda).

Die imperialistischen Militärblöcke sind nicht dazu da, den Frieden zu schützen und die Freiheit, Unabhängigkeit oder Souveränität der Mitgliederländer zu verteidigen, sondern um sie ihnen zu entreißen, um die Herrschaft und Hegemonie der Supermächte in diesen Ländern aufrechtzuerhalten. Bekanntlich war es eines der Hauptziele des amerikanischen Imperialismus bei Gründung der NATO, die Interessen des Kapitals und der Vereinigten Staaten von Amerika in Europa politisch, aber auch mit Waffengewalt zu verteidigen und jede Revolution, die dort vielleicht ausbrechen mochte, mit Feuer und Schwert zu unterdrücken.

Die Politik der Blöcke ist die aggressive Politik der Supermächte. Sie entspringt ihrer expansionistischen und hegemonistischen Strategie, ihrem Streben nach Errichtung ihrer vollen und ungeteilten Herrschaft auf der Welt.

Die EWG und das Vereinte Europa, dieser große Zusammenschluss der kapitalistischen Monopole und der multinationalen Gesellschaften zum Zweck der Ausbeutung der Völker und der werktätigen Massen Europas sowie der Völker der Welt bezeichnen die Eurokommunisten als eine Realität, die akzeptiert werden muss. Doch diese „Realität“ akzeptieren heißt, akzeptieren, dass die Souveränität, die kulturellen und geistigen Traditionen der einzelnen europäischen Länder zugunsten der Interessen der Großmonopole beseitigt werden, dass die Identität der europäischen Völker ausgelöscht wird und dass sich diese Völker in eine Masse verwandeln, die durch die vom amerikanischen Großkapital beherrschten multinationalen Gesellschaften unterdrückt wird.

Die Haltung der Eurokommunisten zur EWG und zu dem Vereinigten Europqa ist opportunistisch und entspringt ihrer Linie der Klassenversöhnung und der Unterwerfung unter die Bourgeoisie und soll die werktätigen Massen verwirren, ihrem Kampf zur Verteidigung der eigenen Klasseninteressen und der Interessen der ganzen Nation den Schwung zu nehmen.

Die reformistische Ideologie, die Unterwerfung unter die Bourgeoisie und die Kapitulation vor dem imperialistischen Druck hat aus den eurokommunistischen Parteien nicht nur anti-revolutionäre, sondern auch anti-nationale Parteien gemacht.

Vom Prinzip her gibt es unter den Revisionisten keine Spaltung. Gespalten sind sie in taktischer Hinsicht, in der Frage, wie sich ihre Strategie, die auf die globale Herrschaft des modernen Revisionismus über das Weltproletariat abzielt, am besten durchführen lässt. Deshalb entlarven und bekämpfen die marxistisch-leninistischen Parteien gleichermaßen den sowjetischen wie den jugoslawischen, chinesischen und eurokommunistischen modernen Revisionismus. In dieser Frage gibt es keinerlei Illusion, darf es keinerlei Illusion geben.

Die anarcho-syndikalistischen Theorien Proudhons und Bakunins über die „Arbeiter-Selbstverwaltung“, die Marx und Lenin scharf verurteilt haben:

Marx sagte, dass die Beschränkung des Kampfes der Arbeiterklasse nur auf die Löhne nichts anderes ist, als ein Versuch, die Lohnsklaverei zu verlängern.

Wenn HD Koch sagt, er kämpfe gegen den revisionistischen Superstaat, dann versteht er darunter im Widerspruch zu den Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin den Kampf gegen den demokratischen Zentralismus.

Die marxistisch-leninistische Partei geht aus der Arbeiterklasse hervor, sie vertritt ihre höchsten Ideale, ihre revolutionären Ziele, sie entfaltet den Klassenkampf und führt ihn voran.

Eine Partei der Arbeiterklasse wird dann wirklich zu deren organisierten Abteilung, zu ihrem Generalstab, wenn sie sich die marxistisch-leninistische Theorie aneignet, wenn sie sich in ihr schult und diese mächtige und ungesetzliche Waffe im Klassenkampf für den Triumpf der Revolution, für die Errichtung der Diktatur des Proletariats und den Aufbau des Sozialismus kundig und schöpferisch anzuwenden weiß.

Eine Partei, die sich diese Theorie aneignet, sie aber nicht anwendet oder falsch anwendet und diese Fehler nicht korrigiert, wird nicht den richtigen Kurs halten, wird vom Marxismus-Leninismus abweichen.

Kennzeichen einer wahren marxistisch-leninistischen Partei ist ihre klare und entschlossene Haltung gegenüber dem modernen Revisionismus, dem Chruschtschowismus, dem Titoismus, den Mao Tsetungideen, dem Eurokommunismus usw., dass in dieser Frage eine klare Demarkationslinie gezogen wird, ist von großer, prinzipieller Bedeutung.

Die revolutionäre Erfahrung hat bewiesen, dass man nicht gegen den Chruschtschowismus kämpfen kann, wenn man nicht auch gegen die hegemonistische, chauvinistische und sozialimperialistische Politik kämpft, die die Führer der heutigen kapitalistischen und imperialistischen Sowjetunion verfolgen.

Von gleicher Natur und ebenso schädlich sind auch die Ansichten derer, die die reaktionäre Linie und pro-imperialistische Politik der gegenwärtigen chinesischen Führer von Mao Tsetung und den Mao Tsetung Ideen trennen. Die konterrevolutionäre Haltung Deng Hsiao-pings etc. kann nicht bekämpft werden, wenn man nicht die ideologische Basis ihres Handelns, d.h. die Mao Tsetung-Ideen bekämpft und entlarvt.

Hervorzuheben ist, dass Teilung der Arbeit (außer der „freiwilligen“ im Kommunismus) bereits Klassen und Klassenherrschaft bedingt. Teilung der Arbeit beginnt aber bereits, „wo eine Teilung der materiellen und geistigen Arbeit eintritt. Von diesem Augenblick an kann sich das Bewusstsein wirklich einbilden, etwas anderes als das Bewusstsein der bestehenden Praxis zu sein....“ (Marx, Engels: „Die heilige Familie a.a. O. Seite 130). Es besteht also die Möglichkeit, dass das Bewusstsein sich von der bestehenden Praxis löst. Diese Möglichkeit realisiert sich in Ausbeutergesellschaften, sie kann sich realisieren ( es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass sie sich realisiert) im Sozialismus. Diese Möglichkeit entfällt erst, wenn es keine speziellen Hand- und Kopfarbeiter mehr gibt, wenn es nur noch eine Arbeitsteilung von der Art gibt, wie sie im obigen Zitat als „freiwillig“ bezeichnet wurde. Aus unserer heutigen Sicht heraus ist klar, wie weit der Weg dorthin ist. Vorher wird aber auch der Staat nicht absterben.

„Das Proletariat wird seine politische Herrschaft dazu benutzen, der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen, alle Produktionsinstrumente in den Händen des Staates, d.h. des als herrschende Klasse organisierten Proletariats zu zentralisieren und die Masse der Produktionskräfte rasch zu vermehren“ (Marx, Engels, „Die Revolution von 1848“).

Wer die Notwendigkeit, den bürgerlichen Staatsapparat zu zerschlagen, nicht anerkennt und wer nicht tatsächlich auf diese Zerschlagung orientiert, der ist kein Marxist !

„Die Kommune hört auf, ein Staat zu sein, insofern sie nicht die Mehrheit der Bevölkerung, sondern eine Minderheit (die Ausbeuter) niederzuhalten hatte; die bürgerliche Staatsmaschine wurde von ihr zerschlagen; an Stelle einer besonderen Repressionsgewalt trat die Bevölkerung selbst auf den Plan. Alles das sind Abweichungen vom Staat im eigentlichen Sinne“ (Lenin, Band 15, Seite 454).