Gemeinsames Treffen von Delegationen des ZK der PCE/ML und der KPD/ML Zu einem gemeinsamen Gespräch trafen kürzlich in einer westeuropäischen Stadt eine Delegation des Zentralkomitees der KPSp/ML unter der Leitung des Vorsitzenden der KPSp/ML, Genossen Raúl Marco , und eine Delegation der KPD/ML unter Leitung des Vorsitzenden der KPD/ML, Genossen Ernst Aust, zusammen. In dem Gespräch, das in einer sehr herzlichen Atmosphäre und in vollständiger Übereinstimmung stattfand, wurde die gegenwärtige Lage sowie die Entwicklung der beiden Parteien und ihre Zusammenarbeit erörtert. Genosse Ernst Aust überreichte dem Genossen Raúl Marco eine Grußbotschaft des Zentralkomitees an das Exekutivkomitee unserer spanischen Bruderpartei. Im folgenden drucken wir den Wortlaut der Grußbotschaft ab: Grußbotschaft des Genossen Ernst Aust Zentralkomitee der KPD/ML An das Exekutivkomitee der PCE(m-l) Liebe Genossen! Mit diesem Brief wollen wir euch unsere Kampfverbundenheit und Solidarität ausdrücken. Wir stehen fest an eurer Seite in diesen für das Schicksal Spaniens Völker so bedeutsamen Wochen und Monaten. Mit bewaffneten Aktionen als Eintritt in den revolutionären Krieg, der den Kampf um Spaniens Befreiung auf eine höhere Stufe hebt, habt ihr eine entscheidende Wende in eurem Land herbeigeführt. Die herrschende Klasse hat in ihrer verzweifelten Lage einen hohen Blutzoll von euch verlangt. Unser tiefes Mitgefühl für eure gefallenen und gefangenen Genossen, die zu den besten Söhnen und Töchtern des spanischen Volkes zählen, ist jedoch keine Trauer der Tränen, sondern des Hasses. Denn die abscheulichen Taten des Yankeefrancismus haben auch in unserem Volk den Klassenhass gegenüber Faschismus und Imperialismus und die Sympathie für die gewaltsame Befreiung von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung verstärkt: Stirbt man für die Interessen des Volkes, so ist der Tod wichtiger als der Tai-Berg, steht man im Sold der Faschisten und stirbt für die Ausbeuter und Unterdrücker des Volkes, so hat der Tod weniger Gewicht als ein Schwanenflaum. Spanien und euer Nachbarland Portugal sind zu Brennpunkten des Kampfes der europäischen Völker geworden. Wobei euer Land durch die Organisiertheit der Führung und die Geschlossenheit der Volksmassen am weitesten fortgeschritten ist. In Spanien reift eine revolutionäre Situation heran, die eure Partei vor große Aufgaben stellt. In dieser Situation habt ihr die einzig richtige Initiative vorbereitet und ergriffen, indem ihr gestützt auf die Volksmassen die Waffe in die Hand genommen habt. Wir bewundern den Mut und die Tapferkeit der spanischen Völker, der FRAP und unserer Bruderpartei um so mehr, als wir aus der eigenen Geschichte wissen, wie schwer es ist, unter faschistischer Herrschaft den bewaffneten Widerstandskampf aufzunehmen. Die großartigen Erfolge eures Kampfes und die Tatsache, dass die spanischen Völker die Führung durch ihre Front und durch ihre Vorhutpartei folgen, um für die Föderative Volksrepublik zu streiten, beweisen aller Welt, dass das Volk unter eurer Führung das Wort ergriffen hat und heute der bestimmende Faktor im Lande ist. Mit der Initiative des bewaffneten Kampfes habt ihr besonders auch dem modernen Revisionismus in der ganzen Welt einen empfindlichen Schlag versetzt. Wie ihr durch die korrekte Anwendung des Marxismus-Leninismus auf die spanische Revolution vielen Antifaschisten und Patrioten gezeigt habt, dass die Carillo-Partei eine Betrügerbande ist, so ist dadurch auch bei uns vielen fortschrittlichen und revolutionären Menschen klarer geworden, dass die Breschnew, Honecker und Mies Wölfe im Schafspelz sind, die mit ihren Lügen vom „friedlichen demokratischen Übergang“ zum Sozialismus, mit ihrem Pazifismus die Hirne der Menschen vernebeln wollen – um sie waffenlos unter die Knute von Faschismus und Imperialismus zu zwingen – um sie von der Revolution, dem einzigen Weg zur Befreiung der Menschen, abzuhalten. Genossen, ihr könnt jederzeit unserer vollen Unterstützung gewiss sein. Die aktive Unterstützung eures Kampfes ist für unser Volk und die KPD/ML ein besonderes Anliegen. Denn neben den US-imperialistischen Oberherren des Francismus sind es gestern wie heute dieselben Ausbeuter, die dem spanischen Volk im Nacken sitzen – die deutschen Monopole und Banken – die westdeutschen Imperialisten, die in Spanien mitmorden, um weiterhin an der Ausplünderung der spanischen Werktätigen teilzuhaben. Im anderen Teil Deutschlands herrschen heute die russischen Sozialimperialisten und ihre ostdeutschen Lakaien und plündern das Volk aus. Wenn sie von „Solidarität“ und „Freundschaft“ mit dem spanischen Volk sprechen, so heucheln sie. Ihnen, den Sozialimperialisten geht es einzig und allein darum, in Konkurrenz zum US-Imperialismus ihre Krallen auch nach Spanien auszustrecken. Spaniens Feinde sind auch die Feinde des deutschen Volkes! Wir antworten allen diesen Blutsaugern mit den gemeinsamen Kampfrufen der spanischen Freiheitskämpfer und der Batallione Thälmann und Edgar André: „No passaran!“ Sie werden nicht durchkommen! - „Pasaremos!“ Wir werden durchkommen! Es lebe die Kampfverbundenheit zwischen dem spanischen und dem deutschen Volk! Für die Föderative Volksrepublik Spanien! Für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland! VORWÄRTS ZUR WELTREVOLUION! Mit brüderlichen Kampfesgrüßen! Im Namen des ZK der KPD/ML Ernst Aust 1. Vorsitzender