KPD
/ ML - Sektion DDR
Auszüge
aus dem Programm der KPD/ML, die die besondere Situation der DDR
betreffen :
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Der westdeutsche Imperialismus versucht, die Widersprüche
zwischen den beiden imperialistischen Supermächten für
seine expansionistischen und revanchistischen Ziele auszunutzen. In
verschiedenen Verträgen kamen die sowjetischen
Sozialimperialisten den westdeutschen Imperialisten, die durch die
Ausweitung des Osthandels Riesenprofite, Zugang zu neuen
Rohstoffquellen und verstärkten Einfluß in Osteuropa
anstreben, scheinbar entgegen. Tatsächlich verschaffte der
sowjetische Sozialimperialismus dem westdeutschen Imperialismus
durch diese Verträge eine bedeutende politische Aufwertung,
ohne daß die Forderungen der Völker Europas, die gegen
die Hitler-Aggression gekämpft hatten, erfüllt worden
wären. Die alten revanchistischen Bestrebungen des
westdeutschen Imperialismus wurden verstärkt, indem die Frage
der völkerrechtlichen Anerkennung der DDR aus diesen Verträgen
ausgeklammert wurde und den westdeutschen Imperialisten
Möglichkeiten eröffnet wurden, ihre Position in Westberlin
zu stärken.
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Der
sowjetische Sozialimperialismus verfolgt mit dieser Politik seine
Interessen als imperialistische Supermacht. Im Rahmen seiner
Rivalität mit dem USA-Imperialismus im Kampf um die
Weltherrschaft ist er bestrebt, in Westdeutschland seinen Einfluß
zu steigern, die Widersprüche zwischen dem USA-Imperialismus
und dem westdeutschen Imperialismus zu verschärfen, die
Position des USA-Imperialismus in Westdeutschland und damit in
Westeuropa zu schwächen.
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Die
DDR steht unter der Herrschaft des sowjetischen Sozialimperialismus.
Zwar ist auch die DDR ein imperialistisches Land, doch das
gegenwärtige Regime in der DDR ist ein Vasallenregime Moskaus
Die Verträge, die der DDR von der Sowjetunion diktiert wurden,
sehen der »Doktrin der begrenzten Souveränität«
entsprechend vor, daß die DDR keine wichtige außenpolitische
Maßnahme treffen darf, der die sowjetischen Machthaber nicht
zugestimmt hätten. Die 1975 in Kraft getretene Verfassung der
DDR bekräftigt die Unterwerfung unter den sowjetischen
Sozialimperialismus und geht sogar so weit, die Existenz der
deutschen Nation zu leugnen.
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Die
DDR ist militärisch vom sowjetischen Sozialimperialismus
besetzt. Sie ist Aufmarschgebiet des sowjetischen
Sozialimperialismus gegen Westdeutschland und Westeuropa. Die DDR
ist vertraglich verpflichtet, dem sowjetischen Sozialimperialismus
bei seinen Raubzügen und Aggressionen jeglichen Beistand
einschließlich des militärischen, zu leisten, wofür
der unter Beteiligung der Nationalen Volksarmee durchgeführte
Überfall der sowjetischen Sozialimperialisten auf die CSSR ein
Beispiel war.
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Das
Vasallenregime in der DDR hat der Sowjetunion vertraglich das Recht
zuerkannt, ihre Besatzertruppen jederzeit gegen die Werktätigen
der DDR aufmarschieren zu lassen, sollten diese versuchen, ihre
sowjetischen und deutschen Unterdrücker zu verjagen. Die
sowjetischen Panzer in der DDR sollen die Herrschaft des
sowjetischen Sozialimperialismus gegen die Arbeiterklasse und die
Werktätigen der DDR, gegen den USA-Imperialismus und den
westdeutschen Imperialismus sichern.
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Der
ostdeutsche Imperialismus unterstützt als nach der Sowjetunion
zweitstärkste Macht des Warschauer Paktes die
Kriegsvorbereitungen des sowjetischen Sozialimperialismus. Die
Nationale Volksarmee ist faktisch dem zentralen Kommando Moskaus
unterstellt.
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Wirtschaftlich
unterliegt die DDR der Ausplünderung durch den sowjetischen
Sozialimperialismus. Über den sogenannten Rat für
Gegenseitige Wirtschaftshilfe und demagogisch verbrämt mit der
sogenannten Theorie der internationalen Arbeitsteilung zwingen die
sowjetischen Sozialimperialisten die neue Bourgeoisie der DDR, die
DDR-Wirtschaft weitgehend auf die Interessen und den Bedarf der
Sowjetunion abzustellen. Gleichzeitig haben die sowjetischen
Sozialimperialisten die DDR in nahezu völlige
Rohstoffabhängigkeit gebracht. Diese Monopolstellung, vor allem
auf dem Energiesektor, wird von der Sowjetunion zu einer brutalen,
imperialistischen Handelspolitik ausgenutzt, durch die die
Ausplünderung der DDR weiter verschärft wird.
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In
vielen Teilen der Welt spielt die DDR die Rolle des Juniorpartners
Moskaus. Zunehmend exportiert die neue Monopolbourgeoisie der DDR
Kapital in andere Länder. In viele Länder liefert sie
Waffen. In eine große Zahl von Ländern hat sie Militär-
und Wirtschaftsberater entsandt. Das alles geschieht unter der
Kontrolle und mit Billigung Moskaus. Aber im Schlepptau des
sowjetischen Sozialimperialismus versucht die DDR, ihre eigenen
Interessen als imperialistische Macht zu verwirklichen.
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Die
deutsche Nation
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Die
deutsche Nation ist in zwei imperialistische Staaten gespalten, von
denen keiner, weder die DBR noch die DDR, das Recht hat, für
ganz Deutschland aufzutreten. Beide Staaten auf deutschem Boden sind
von den Truppen je einer der beiden imperialistischen Supermächte
besetzt. Der Imperialismus, vor allem die beiden imperialistischen
Supermächte und ihre deutschen Vasallen bzw Komplizen, hält
die Spaltung der deutschen Nation gewaltsam aufrecht, verweigert der
deutschen Nation das nationale Selbstbestimmungsrecht und damit das
Recht auf einen unabhängigen deutschen Nationalstaat.
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Die
Spaltung durch den Imperialismus aber konnte die Existenz der
deutschen Nation nicht auslöschen und wird es nicht können.
Das deutsche Volk wünscht die Einheit und Unabhängigkeit
Deutschlands. Es wünscht ein vereinigtes, unabhängiges,
friedliebendes Deutschland, in dem keine sowjetischen und
amerikanischen Panzer rasseln, in dem keine sowjetischen
»Kooperationsverträge« und amerikanische Monopole
die Arbeiter zusätzlich ausbeuten. Es wünscht ein
Deutschland, in dem es für die breiten Massen echte Demokratie
gibt. Ein solches Deutschland kann nur ein sozialistisches
Deutschland sein.
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Das
deutsche Volk will weder ein Deutschland unter der Diktatur des
westdeutschen Finanzkapitals, noch ein Deutschland ostdeutscher,
sozialfaschistischer Prägung.
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Ein
solches Deutschland wäre nicht unabhängig, weil es unter
der Vorherrschaft des USA-Imperialismus oder des sowjetischen
Sozialimperialismus stehen würde. Ein solches imperialistisches
Deutschland wäre kein friedliebender Staat, sondern eine
Bedrohung für die Völker Europas, die sich mit einem
vereinigten imperialistischen Deutschland niemals abfinden könnten
und würden. Ein solches Deutschland würde den werktätigen
Menschen keine Demokratie, sondern erneut die Diktatur der Ausbeuter
bringen.
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Eine
Wiedervereinigung Deutschlands, die den Interssen der deutschen
Arbeiterklasse und des ganzen werktätigen deutschen Volkes
entspricht, kann deshalb nur in einem unabhängigen,
sozialistischen Deutschland erfolgen. Deshalb ist die Lösung
der nationalen Frage, die Wiedervereinigung und Erringung der
nationalen Unabhängigkeit Deutschlands, untrennbar mit der
allgemeinen und übergeordneten Frage der sozialistischen
Revolution in ganz Deutschland verbunden.
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Die
Diktatur der neuen ostdeutschen Bourgeoisie in der DDR
unter
der Oberherrschaft des sowjetischen Sozialimperialismus
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Der
heutige staatsmonopolistische Kapitalismus in der DDR ist als
Ergebnis der bürgerlichen Entartung der sozialistischen
Wirtschaft und des sozialistischen Staates entstanden. Der Grad der
staatsmonopolistischen Entwicklung in der DDR ist höher als in
der Bundesrepublik und in Westberlin. Während in
Westdeutschland die staatlichen Monopole gegenüber den privaten
eine untergeordnete Rolle spielen und eingerichtet wurden, weil es
die Interessen der privaten Monopole erforderten, gibt es in der DDR
nur Staatsmonopole.
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Unter
der Oberherrschaft des sowjetischen Sozialimperialismus übt die
neue Bourgeoisie, vor allem die neue Monopolbourgeoisie, die
Diktatur über die Arbeiterklasse und die Werktätigen der
DDR aus. Diese Monopolbourgeoisie neuen Typs, die sich hauptsächlich
aus den Spitzen der Partei- und Staatsführung rekrutiert, hat
alle politische und wirtschaftliche Macht an sich gerissen. Diese
Clique von 150-200 Personen übt, allerdings an der Leine
Moskaus, die ganze Macht in der DDR diktatorisch aus.
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Die
wesentlichen Produktionsmittel befinden sich nicht im individuellen
Besitz einzelner Mitglieder der neuen Bourgeoisie, sondern diese
besitzt sie als Klasse. Die neue Bourgeoisie eignet sich den
Mehrwert der Arbeit der Arbeiterklasse kollektiv an. Damit der
vollständigen Restauration des Kapitalismus in der DDR die Jagd
der Bourgeoisie nach Profit wieder ausschlaggebender Faktor ist,
erhielten die einzelnen Betriebsdirektoren auch wieder die
entsprechenden Befugnisse, um die Ausbeutung der Arbeiter zu
verschärfen und alle anderen Maßnahmen zu treffen, damit
die neue Bourgeoisie höchsten Profit erzielt. Diese
Betriebsleitungen bekommen in Form von Prämien und Gehältern
einen Profitanteil, dessen Höhe von der Höhe des von ihnen
durch die Ausbeutung der Arbeiter insgesamt erzielten Profits
abhängt.
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Der
hohe Grad der staatsmonopolistischen Entwicklung bewirkt nicht, daß
es keine Konkurrenz zwischen den neuen Kapitalisten mehr gibt.
Innerhalb der neuen Monopolbourgeoisie findet ein ständiger
Kampf um die Machtpositionen und damit um den größten
Anteil am Profit und die meiste Verfügungsgewalt über die
Produktionsmittel statt. Auch zwischen den Leitungen der
verschiedenen Betriebe kommt es zunehmend zu scharfen
Konkurrenzkämpfen.
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Das
Einkommen der neuen Kapitalisten in der DDR beträgt bis zum
zigfachen eines Arbeiterlohnes. Sie haben ihre Kanäle für
Westgeld und Westwaren, eigene 1.-Klasse-Krankenhäuser und
Erholungsheime. Sie leben in luxeriösen Villen, sie haben ihre
Datschen in bevorzugter, abgeschirmter Gegend, verkehren in eigenen
Clubs, zu denen kein Werktätiger Zutritt hat, sie können
ins westliche Ausland fahren, ihre Kinder werden in der Ausbildung
bevorzugt usw.
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Der
Staat in der DDR ist das wichtigste Instrument der Diktatur der
neuen ostdeutschen Bourgeoisie unter der Oberherrschaft des
sowjetischen Sozialimperialismus. Der Staatsapparat ist auf allen
Ebenen eng mit dem Parteiapparat der SED verfilzt und verwachsen.
Die Spitzenpositionen des Staatsapparates wie des Parteiapparates
sind in den Händen der neuen Monopolbourgeoisie der DDR. Die
neuen Zaren im Kreml wachen sorgfältig darüber, daß
die Spitzenpositionen im Partei- und Staatsapparat mit Leuten
besetzt werden, die sich als willfährige Lakaien Moskaus
erwiesen haben.
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Mit
Hilfe des Staatsapparates verfügt die neue ostdeutsche
Bourgeoisie über die wesentlichen Produktionsmittel. Über
den Staatsapparat eignet sie sich den Mehrwert kollektiv an. Über
die staatlichen Pläne bestimmt sie den Einsatz des Kapitals
usw. All dies ist Ausdruck des hohen staatsmonopolistischen
Entwicklungsgrades des Kapitalismus in der DDR.
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Um
ihre sozialfaschistische Diktatur über die Werktätigen zu
verschleiern, hat die neue Bourgeoisie der DDR bestimmte äußere
Formen und Hüllen des von ihr zerschlagenen sozialistischen
Staates übernommen und ihnen einen sozialfaschistischen Inhalt
gegeben. So bezeichnen die SED-Revisionisten das heutige
sozialfaschistische Regime sogar noch als Diktatur des Proletariats.
In Wirklichkeit hat die neue Bourgeoisie alles, was von der
Erscheinungsform oder vom Namen her noch an den ersten
sozialistischen Staat auf deutschem Boden erinnert, in sein totales
Gegenteil verkehrt. Die Volkskammer ist beispielsweise nur noch ein
reines Akklamationsorgan, um den Beschlüssen der sowjetischen
Sozialimperialisten und ihrer ostdeutschen Vasallen einen
demokratischen Anstrich zu geben.
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Die
neue Bourgeoisie hat entgegen ihren Phrasen über die angebliche
sozialistische Demokratie eine sozialfaschistische Diktatur über
die Arbeiterklasse und die Werktätigen errichtet. Die
Arbeiterklasse und die Werktätigen in der DD haben kaum Rechte,
kaum legale Möglichkeiten des Kampfes gegen die Ausbeutung und
Unterdrückung durch den sowjetischen Sozialimperialismus und
die neue ostdeutsche Bourgeoisie. Tausende politische Gefangene sind
in den ostdeutschen Gefängnissen eingekerkert. Die Zahl der
Polizei im Verhältnis zur Bevölkerung gehört zu den
höchsten der Welt. Wie Hitlers Gestapo hat auch der
Staatssicherheitsdienst der DDR-Machthaber ein Spitzel- und
Zuträgersystem aufgebaut, das oft bis in die Familien
hineinreicht. Fernsehen, Funk, Presse, Erziehungs- und
Bildungswesen- alles ist in den Händen der neuen Bourgeouisie
zu Instrumenten der sozialfaschistischen Unterdrückung der
Werktätigen geworden.
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Die
Hauptaufgabe des sozialfaschistischen Staatsapparates ist es, die
Herrschaft des sowjetischen Sozialimperialismus und der neuen
ostdeutschen Bourgeoisie über die Arbeiterklasse und die
Werktätigen in der DDR gewaltsam aufrechtzuerhalten. Die neuen
Zaren im Kreml und ihre ostdeutschen Vasallen werden ohne zu zögern
versuchen, die Arbeiterklasse und die Werktätigen der DDR
blutig niederzuschlagen, wenn diese sich erheben.
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Die
Lage der Arbeiterklasse und der Werktätigen in der DDR
unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der der Arbeiter und
Werktätigen in den anderen kapitalistischen Ländern. Sie
werden ausgebeutet und unterdrückt, führen ein schlechtes
Leben voller Sorgen und Entbehrungen, während die neue
Bourgeoisie in Luxus lebt. Auch für die Arbeiter und
Werktätigen in der DDR gibt es nur einen Weg, ihre Lage
grundsätzlich zu ändern: die Diktatur der neuen
ostdeutschen Bourgeoisie und ihrer Moskauer Oberherren muß
gestürzt werden, die Diktatur des Proletariats und der
Sozialismus müssen wiedererrichtet werden.
- Die
Klassen in der Deutschen Demokratischen Republik
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Die
neue Bourgeoisie
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Die
neue Bourgeoisie der DDR entstand als Ergebnis der Tatsache, daß
die neuen bürgerlichen Elemente in der DDR, vor allem in der
SED, nach dem konterrevolutionären Umsturz durch die
Ulbricht-Clique den Kapitalismus wieder restaurieren und sich als
herrschende Klasse organisieren konnten. Das bedingt im Vergleich zu
den Bourgeoisien der westlichen kapitalistischen Länder gewisse
Besonderheiten in Struktur und Organisation der neuen Bourgeoisie,
ändert aber nichts an ihrem Wesen als Klasse der Kapitalisten,
die von der Ausbeutung der Lohnarbeit leben, indem sie sich den von
den Werktätigen in gesellschaftlicher Arbeit produzierten
Reichtum privat aneignen. Zur neuen Bourgeoisie in der DDR gehören
die neue Monopolbourgeoisie und die neue mittlere Bourgeoisie.
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Aufgrund
des hohen staatsmonopolistischen Entwicklungsgrades der DDR, der nur
staatliche Monopole zuläßt, gibt die Frage nach der
unmittelbaren Kontrolle des Staatsapparates und der Zentren der
politischen Macht gleichzeitig Antwort auf die Frage, wer die
unmittelbare Verfügungsgewalt über die wesentlichen
Produktionsmittel, die staatlichen Konzerne, das akkumulierte
Kapital usw. ausübt. Die neue Monopolbourgoisie setzt sich
somit aus den Mitgliedern des Politbüros der SED, den
Sekretären des Zentralkomitees, den Abteilungs- und
Kommissionsleitern des ZK, dem Ministerrat, der Führungsspitze
der NVA, der FDGB-Führung und sonstigen höchsten
Staatsfunktionären zusammen. Da viele dieser Machthaber
gleichzeitig in mehreren dieser Gremien vertreten sind, haben wir es
mit einer sehr kleinen Führungsclique zu tun. Zu dieser
Monopolbourgeoisie neuen Typs gehören weiter die
Generaldirektoren der Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB). Die
VVBs sind die ökonomischen Führungszentren der
verschiedenen Wirtschaftszweige, monopolistische Branchenkonzerne,
die sich zum Teil auch schon übergreifend vertikal gliedern.
Die neue Monopolbourgeoisie übt unter dem Oberbefehl des
sowjetischen Sozialimperialismus , wirtschaftliche und militärische
Macht in der DDR diktatorisch aus.
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Bei
der Ausübung ihrer Herrschaft stützt sich die neuen
Monopolbourgeoisie auf eine breite bourgeoise Schicht, die neue
mittlere Bourgeoisie. Dazu gehören die Direktoren der
VEB-Großbetriebe, die Leiter der staatlichen Güter, die
Spitzen der Kreisleitungen der SED und der
Betriebsparteiorganisationen in den Großbetrieben,
Staatssekretäre und Spitzenwissenschaftler, einige
Schriftsteller und Künstler, die hohe Funktionen in den
Schriftsteller- und Künstlerverbänden ausüben oder
zusätzlich staatliche Leitungsfunktionen innehaben, Intendanten
großer Theater, Spitzenmediziner usw. Obwohl nicht unmittelbar
im Zentrum der Macht sitzend, lebt diese bourgeoise Schicht, die
unter der Führung der neuen Monopolbourgeoisie steht, von der
Ausbeutung der Werktätigen, und ihr Luxusleben unterscheidet
sich kaum von dem ihrer westlichen Klassenbrüder. Das Streben
der Mitglieder der mittleren Bourgeoisie ist darauf gerichtet, in
die neue Monopolbourgeoisie aufzusteigen. Für die Strategie des
Proletariats und seiner Partei entscheidende Widersprüche
zwischen der neuen Monopolbourgeoisie und der neuen mittleren
Bourgeoisie gibt es nicht. Die neue Bourgeoisie ist in ihrer
Gesamtheit ein Todfeind der sozialistischen Revolution in der DDR.
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Das
Kleinbürgertum
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Zum
oberen Kleinbürgertum gehört der Teil der
selbständigen Handwerker und selbständigen Händler,
der in der Regel selbst mitarbeitet und wenige Lohnarbeiter
beschäftigt, regelmäßig bedeutende Überschüsse
erwirtschaftet und gegenwärtig und auf längere Sicht nicht
vom Absinken ins Proletariat bedroht ist. Die Mitglieder dieser
Schicht streben danach, in die Bourgeoisie aufzusteigen. Aufgrund
des hohen staatsmonopolistischen Entwicklungsgrades haben sie dazu
in der Regel keine Chance. Deshalb wünschen sich viele von
ihnen Zustände wie in den westlichen kapitalistischen Ländern,
bei denen sie sich einen leichteren Aufstieg in die Bourgeoisie
erhoffen. So haben viele von ihnen gewisse Widersprüche zur
neuen Bourgeoisie. Andererseits sind sie Nutznießer der
Machtergreifung der neuen Bourgeoisie und der Restauration des
Kapitalismus. Aufgrund der schlechten Versorgungssituation durch den
staatlichen Sektor sind die kapitalistischen Machthaber auf sie
angewiesen, wenn nicht schwerwiegende Versorgungslücken und
noch größere Unzufriedenheit unter den Werktätigen
entstehen sollen. Deshalb wird ihnen nicht nur freie Hand gelassen,
sondern ihnen wurden durch die neue Bourgeoisie erhebliche Vorteile
eingeräumt. Zuim oberen Kleinbürgertum gehören weiter
die Leiter der großen HO-Konsum- und
Kommissionshandelsbetriebe, Direktoren kleinerer VEB-Betriebe, KAP-
und LPG- Vorsitzende, höhere hauptamtliche SED- und
FDGB-Funktionäre, die nicht zur neuen Bourgeoisie gehören,
ein Teil der Ärzte ( zum Beispiel Oberärzte, Ärzte
mit Privatpraxen, zum Teil Fachärzte), Institutsdirektoren,
Professoren usw. Die Mehrheit des oberen Kleinbürgertums ist
enger Bündnispartner der neuen Bourgeoisie, ein kleiner Teil
kann zur Neutralität bewegt werden, nur einzelne werden sich
auf die Seite der Arbeiterklasse stellen.
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Das
mittlere Kleinbürgertum umfaßt den Teil
der selbständigen Handwerker und der selbständigen
Einzelhändler, der in der Regel keine Lohnarbeiter beschäftigt,
genug erwirtschaftet, um zu leben und den Betrieb zu erhalten, aber
keine bedeutenden Überschüsse erzielt. Dazu gehört
der Teil der Genossenschaftsbauern, die als ehemalige Großbauern
oder Kinder von Großbauern aufgrund des von ihnen
eingebrachten Bodens einen höheren Gewinnanteil als die Masse
der Genossenschaftsbauern erhalten oder die über besonders
gewinnträchtige Nebeneinnahmequellen verfügen. Das
mittlere Kleinbürgertum umfaßt weiter die Leiter der
kleinen HO- Konsum und - Kommissionshandelsbetriebe, mittlere SED-
und FDGB- Funktionäre, mittlere Angestellte der staatlichen
Betriebe ( zum Beispiel einen Großteil der Ingenieure,
Technologen, Ökonomen usw. ohne leitende Stellung), bestimmte
akademische Berufe ( zum Beispiel einen Großteil der Dozenten,
der Rechtsanwälte, einen Teil der Ärzte usw.). Ein Teil
des mittleren Kleinbürgertums kann für die sozialistische
Revolution gewonnen werden, ein anderer Teil wird sich neutral
verhalten und ein Teil wird Bündnispartner der neuen
Bourgeoisie sein.
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Zum
unteren Kleinbürgertum gehört der Teil
der selbständigen Handwerker und Händler, der keine
Lohnarbeitert beschäftigt und nicht genug erwirtschaftet, um
den Betrieb zu halten und leben zu können und der über
kurz oder lang gezwungen sein wird, seine Arbeitskraft als
Lohnarbeiter zu verkaufen. Das untere Kleinbürgertum umfaßt
die Masse der Genossenschaftsbauern, die keinen
überdurchschnittlichen Gewinnanteil erhalten und über
keine besonders lukrativen Nebeneinnahmequellen verfügen. Zum
unteren Kleinbürgertum gehört ein Teil der unteren
Angestellten in den Betrieben und der unteren Staatsangestellten,
die nur wenig besser leben als die Arbeiterklasse und aufgrund ihrer
Stellung gewisse Privilegien genießen. Das untere
Kleinbürgertum, vor allem die Masse der Genossenschaftsbauern,
ist der engste Bündnispartner des Proletariats.
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Das
Halbproletariat
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Zum
Halbproletariat gehören die Landarbeiter, die hauptsächlich
vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben, daneben aber noch in geringem
Umfang kleinbäuerlichen Nebenerwerb betreiben. Dazu gehören
ehemals selbständige Handwerker, die jetzt Lohnarbeiter sind,
aber nach Feierabend noch als selbständige Handwerker - sei es
auch schwarz - arbeiten. Die objektiven Interessen stimmen faktisch
mit denen des Proletariats überein, auch wenn es in der Regel
stärker durch kleinbürgerliche Ideologie beeinflußt
ist. Das Halbproletariat wird an der Seite des Proletariats in der
sozialistischen Revolution kämpfen.
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Das
Proletariat
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Das
Proletariat, die Klasse der Lohnarbeiter, ist die einzig konsequent
revolutionäre Klasse der DDR-Gesellschaft. Sie hielt bereits
die politische Macht in Händen und übte ihre
Klassendiktatur aus. Jetzt aber, nach der vollständigen
Wiederherstellung des Kapitalismus in der DDR, unterscheidet sich
ihre Lage grundsätzlich nicht von der Arbeiterklasse in den
westlichen kapitalistischen Ländern.
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Zum
Proletariat in der DDR gehört das Industrieproletariat, also
die Arbeiter der großen Industrie und des Transportwesens. Das
Industrieproletariat ist der führende Kern des Proletariats in
der DDR. Zum Proletariat gehört das nichtindustrielle
Proletariat, also die Arbeiter des Handels und Verkehrs und des
Dienstleistungsbereiches, die Landarbeiter der staatlichen Güter
und die Landarbeiter der LPGs, die nicht LPG- Mitglieder sind, sowie
die in Handwerksbetrieben beschäftigten Arbeiter. Zum
Proletariat gehört auch ein großer Teil der unteren
Angestellten (Verkäufer, Bürokräfte usw.).
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Die
Kräfte der Revolution und der Konterrevolution in der DDR
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Im
Kampf gegen die neue Bourgeoisie und den sowjetischen
Sozialimperialismus kann das Proletariat der DDR unter seiner
Führung die große Mehrheit der Bevölkerung der DDR
zusammenschließen. Das Halbproletariat, das untere
Kleinbürgertum und ein Teil des mittleren Kleinbürgertums
können als Bündnispartner des Proletariats gewonnen
werden. Grundlage und Kern dieses Bündnisses ist das enge
Bündnis der Arbeiterklasse mit den Genossenschaftsbauern unter
der Führung der Arbeiterklasse. Ein Teil des mittleren
Kleinbürgertums und ein kleiner Teil des oberen Kleinbürgertums
können durch eine richtige Politik veranlaßt werden, sich
im Kampf zwischen dem Proletariat auf der einen und dem sowjetischen
Sozialimperialismus und der neuen ostdeutschen Bourgeoisie auf der
anderen Seite neutral zu verhalten. Im Lager der Konterrevolution
wird dagegen nur eine kleine Minderheit der DDR-Bevölkerung
stehen:
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nur
der Großteil des oberen Kleinbürgertums und ein kleiner
Teil des mittleren Kleinbürgertums werden sich gegen das
Proletariat auf die Seite des sowjetischen Sozialimperialismus und
der neuen Bourgeoisie stellen.
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- Der
moderne Revisionismus
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Die
Anfänge des modernen Revisionismus bildeten sich während
des zweiten Weltkrieges und danach heraus, als Revisionisten wie
Browder, Tito, Togliatti und andere gegen den Marxismus-Leninismus
auftraten und auf eine Spaltung der kommunistischen Weltbewegung
hinarbeiteten. Ihren Generalangriff gegen den Marxismus-Leninismus
aber konnten die modernen Revisionisten erst nach Stalins Tod
starten. Unter der Führung Chruschtschows nahm er seinen
Ausgangspunkt auf dem XX.Parteitag der KPdSU 1956. Um dem modernen
Revisionismus den Weg zu bahnen, mußten die
Chruschtschow-Revisionisten zunächst vor allem Stalin, den
unerschütterlichen Verteidiger des Marxismus-Leninismus, der
das Werk Lenins fortgesetzt hat, angreifen.
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Das
wesentliche am modernen Revisionismus ist sein Verrat am
Marxismus-Leninismus in allen grundlegenden Fragen:
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sein
Verrat an der sozialistischen Revolution des Proletariats und am
revolutionären Kampf der Völker, am Sozialismus und der
Diktatur des Proletariats. In den Ländern, in denen sie an die
Macht gekommen sind, haben die modernen Revisionisten den
Kapitalismus vollständig wiederhergestellt, die Diktatur des
Proletariats zerschlagen und eine sozialfaschistische Diktatur der
neuen Bourgeoisie über die Werktätigen errichtet. In den
kapitalistischen Ländern versuchen sie, das Proletariat vom
revolutionären Kampf gegen den Kapitalismus abzuhalten, indem
sie die Ideologie der Klassenversöhnung verbreiten und die
Massen mit Theorien über die Möglichkeit eines friedlichen
Weges zum Sozialismus betrügen. Sie erfüllen damit
zugleich die Aufgabe, der Errichtung des Faschismus durch die
Bourgeoisie den Weg zu bereiten, indem sie die Massen politisch,
ideologisch und militärisch entwaffnen und - wie zum Beispiel
in Chile 1973 - wehrlos dem faschistischen Mordterror ausliefern.
Der moderne Revisionismus hat den Kampf gegen den Imperialismus
durch die Zusammenarbeit mit dem Imperialismus ersetzt. In einer
Reihe von Ländern sind die modernen Revisionisten an der Macht
selbst zu Imperialisten geworden.
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Der
moderne Revisionismus ist keine einheitliche Bewegung, sondern in
verschiedene Strömungen gespalten, die sich aufgrund
machtpolitischer und chauvinistischer Interessen zum Teil heftig
bekämpfen.
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Die
Strömung des sowjetischen Revisionismus vertritt in allen
grundlegenden Fragen ein Programm des vollständigen Verrats am
Marxismus-Leninismus und unterstützt zugleich die
imperialistischen Interessen und aggressiven Ziele des sowjetischen
Sozialimperialismus. Die Parteien des sowjetischen Revisionismus
sind in unterschiedlichem Ausmaß auch eine fünfte Kolonne
des sowjetischen Sozialimperialismus in ihren Ländern.
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Der
sogenannte Eurokommunismus tritt offen für den Kapitalismus
westlicher Prägung ein. Die Parteien des »Eurokommunismus«
lehnen mehr oder minder offen den Moskauer Führungsanspruch ab,
um besser der eigenen Bourgeoisie und dem westlichen Imperialismus
dienen zu können. In vielen Fragen - zum Beispiel in der
Propagierung des bürgerlichen Parlamentarismus - nähert
sich der »Eurokommunismus« immer mehr der
Sozialdemokratie an.
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Kernpunkte
des Titoismus sind das System der sogenannten
Arbeiterselbstverwaltung und die These der »Blockfreiheit«.
Das System der »Arbeiterselbstverwaltung« diente dazu,
der Arbeiterklasse und den Werktätigen Jugoslawiens nach dem
siegreichen Befreiungskampf den Kapitalismus aufzuzwingen. Mit der
These der »Blockfreiheit« und der Initiierung der
»Bewegung der Blockfreien« wollen die Titoisten im
Auftrag der Imperialisten die unterdrückten Völker vom
Kampf gegen den Imperialismus abhalten.
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Der
chinesische Revisionismus hat mit dem Titoismus und dem
»Eurokommunismus« viele Gemeinsamkeiten. Klarster
Ausdruck des chinesischen Revisionismus ist die »Theorie der
drei Welten«, die sich offen gegen die sozialistische
Revolution und den revolutionären Befreiungskampf der
unterdrückten Völker, gegen den Sozialismus und die
Diktatur des Proletariats wendet. Der chinesische Revisionismus ist
auch ein Mittel der chinesischen Großmachtchauvinisten bei der
Verfolgung ihrer Pläne, China zu einer imperialistischen
Supermacht zu machen.
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Alle
diese Strömungen des modernen Revisionismus treten in
Deutschland auf. Dabei sind die Übergänge zwischen dem
»Eurokommunismus«, dem Titoismus und teilweise auch dem
chinesischen Revisionismus fließend. Der »Eurokommunismus«
und der Titoismus drücken sich in der DDR in der sogenannten
Dissidenten- und Menschenrechtsbewegung aus, in der sie sich mit
offen antikommunistischen Reaktionären verbünden und die
auch vom chinesischen Revisionismus unterstützt wird. In
Westdeutschland und Westberlin verfügt die »eurokommunistische«
und titoistische Strömung über Einfluß in der
kleinbürgerlichen Intelligenz, in der »linken«
Sozialdemokratie, in der DKP/SEW und im Gewerkschaftsapparat. Der
chinesische Revisionismus verfügt in Westdeutschland und
Westberlin über einige nahezu ausschließlich
kleinbürgerliche Parteien und Gruppen, während er in der
DDR keine politische Kraft darstellt.
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Die
für Deutschland zur Zeit wichtigste Spielart des modernen
Revisionismus ist der sowjetische Revisionismus.
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In
der DDR ist der sowjetische Revisionismus an der Macht. Die
revisionistische, sozialfaschistische SED ist die politische Partei
der neuen Bourgeoisie. Gleichzeitig ist sie auch eine Agentur der
neuen ostdeutschen Bourgeoisie und des sowjetischen
Sozialimperialismus in der Arbeiterbewegung der DDR. Mit Phrasen von
der »Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft«
versucht sie, die Arbeiterklasse über den kapitalistischen
Charakter der heutigen DDR zu täuschen. Damit soll die
Arbeiterklasse an das sozialfaschistische Regime gekettet und von
der sozialistischen Revolution und der Wiedererichtung der Diktatur
des Proletariats abgehalten werden.
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Die
SED hat den Marxismus-Leninismus vollständig verfälscht
und in sein Gegenteil verkehrt. Durch Ökonomismus, durch die
Ideologie des Gulaschkommunismus und des materiellen Anreizes, durch
Konsumideologie versucht die SED systematisch, bürgerliche
Ideologie in die Arbeiterklasse hineinzutragen, betreibt sie die
Entpolitisierung der Werktätigen. Die große Losung der
Diktatur des Proletariats mißbraucht sie, um ihren
sozialfaschistischen Terror gegen die Arbeiterklasse und die
Werktätigen zu rechtfertigen. Mit sozialistisch klingenden
Phrasen versucht die SED, die Arbeiterklasse und die Werktätigen
der DDR ideologisch zu entwaffnen, zu verhindern, daß die
Arbeiterklasse und die Werktätigen in dem revolutionären
Kampf für den Sozialismus den einzigen Ausweg aus Ausbeutung
und Unterdrückung durch die neue Bourgeoisie und den
sowjetischen Sozialimperialismus erkennen.
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Die
SED stützt sich innerhalb der Arbeiterklasse auf die
Arbeiteraristokratie. Der Anteil der Arbeiter in der SED ist seit
der revisionistischen Entartung immer mehr zurückgegangen, was
die SED zu vertuschen sucht, indem sie alle möglichen Schichten
- bis hin zu Generälen - als »Arbeiter« ausgibt.
Stark wurde die Partei von Vertretern der kleinbürgerlichen
Intelligenz überschwemmt, die für ihren Parteieintritt
karrieristische Motive haben.
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Wie
die neue Bourgeoisie in der DDR völlig von der sowjetischen
Monopolbourgeoisie abhängig ist, ist auch die SED eine Agentur
des sowjetischen Sozialimperialismus. Sie hat die Aufgabe, durch
demagogische Losungen wie »internationale Arbeitsteilung«
oder »Freundschaftsbund mit der Sowjetunion« die
Arbeiterklasse und die Werktätigen über die tatsächliche
Versklavung der DDR durch den sowjetischen Sozialimperialismus zu
täuschen und zu verhindern, daß die Werktätigen sich
zur Vertreibung der Besatzer erheben.
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In
Westdeutschland und Westberlin stellt der sowjetische Revisionismus
mit der DKP/SEW ebenfalls die stärkste organisierte Kraft des
modernen Revisionismus dar. DKP und SEW versuchen, die mit der
Vertiefung der kapitalistischen Krise unzufriedenen und revolutionär
werdenden Massen zu betrügen, indem sie sich als Kommunisten
ausgeben. Mit reformistischen Phrasen von der »antimonopolistischen
Demokratie« der »Zurückdrängung der Macht der
Monopole« verbreiten DKP und SEW Illusionen vom friedlichen
Weg zum Sozialismus, um die Arbeiterklasse und die werktätigen
Massen daran zu hindern, den Weg der gewaltsamen sozialistischen
Revolution zu beschreiten. DKP und SEW sind, indem sie die Massen
angesichts der Gefahr des Faschismus in jeder Hinsicht entwaffnen,
Wegbereiter des Faschismus.
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Sie
bekämpfen die revolutionäre Arbeiterbewegung nicht nur mit
konterrevolutionärer Hetze, sondern auch mit
sozialfaschistischem Terror. Sie bieten der Bourgeoisie die
Errichtung einer sozialfaschistischen Diktatur als Ausweg zur
Rettung der bürgerlichen Herrschaft vor dem revolutionären
Ansturm der Arbeiterklasse an.
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Neben
ihrer Hauptaufgabe als Agentur der westdeutschen Bourgeoisie in der
Arbeiterbewegung sind DKP und SEW auch Agenturen des sowjetischen
Sozialimperialismus, von dessen Handlangern in der DDR sie zum
großen Teil finanziert werden. Um die Werktätigen der
Bundesrepublik und Westberlins über den aggressiven Charakter
des sowjetischen Sozialimperialismus zu täuschen, bezeichnen
sie die Sowjetunion als sozialistischen Staat, als Hauptstütze
der friedliebenden Kräfte in der Welt. Mit allgemeiner
Friedens- und Entspannungsideologie versuchen sie, die Wachsamkeit
der Werktätigen gegenüber den Aggressionsplänen der
Imperialisten, besonders des sowjetischen Sozialimperialismus,
einzuschläfern und sozialimperialistische Aggresionen politisch
und ideologisch vorzubereiten. Für den Fall einer Besetzung der
Bundesrepublik und Westberlins durch den sowjetischen
Sozialimperialismus streben DKP und SEW an, in der Bundesrepublik
und Westberlin ein sozialfaschistisches Vasallenregime zu errichten.
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DGB
und FDGB
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In
Deutschland bestehen keine Klassengewerkschaften des Proletariats.
Die beiden großen Gewerkschaftsverbände, der Deutsche
Gewerkschaftsbund (DGB) und der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund
(FDGB) gehören vielmehr zu den wichtigsten Stützen der
Bourgeoisie in der Arbeiterklasse.
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Der
DGB-Apparat versucht in Westdeutschland und Westberlin mit der
Ideologie der Klassenversöhnung und der Klassenzusammenarbeit
die Arbeiter vom Kampf gegen den Kapitalismus abzuhalten. Die
Kapitalisten, die Regierung und die Spitzen des
Gewerkschaftsapparates stimmen ihr Handeln in verschiedenen Gremien
weitgehend aufeinander ab. Die Spitzen des DGB-Apparates sind mit
dem imperialistischen Staatsapparat und direkt mit dem Finanzkapital
verwachsen.
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In
immer stärkerem Maße verwendet die Gewerkschaftsführung
die Gewerkschaftsgelder zu Zwecken gemeinsamer ökonomischer
Betätigung mit dem Finanzkapital. Die DGB-Führung
beherrscht einen der größten Konzerne Westdeutschlands
und Westberlins. Sie vereinigt auf sich eine große Zahl von
Aufsichtsratsposten, die sie unter dem Deckmantel der
»Mitbestimmung« und der »Arbeitnehmervertretung«
ständig zu erweitern trachtet.
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Innerhalb
des DGB-Apparats haben sich trotz aller Widersprüche alle
bürgerlichen Strömungen innerhalb der Arbeiterbewegung
gegen den Marxismus-Leninismus und die revolutionäre
Arbeiterbewegung zu einer gemeinsamen konterrevolutionären
Front zusammengeschlossen. Der DGB-Apparat ist vor allem eng mit der
Sozialdemokratie und dem modernen Revisionismus verbunden. Dabei
gewinnt der moderne Revisionismus vor allem in politischer und
ideologischer Hinsicht zusehends an Bedeutung.
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Der
von der DGB-Führung geführte und kontrollierte
Gewerkschaftsapparat ist ein Bestandteil der kapitalistischen
Ordnung in Westdeutschland und Westberlin. Er ist keine
Kampforganisation der Arbeiterklasse, sondern dient der
Unterdrückung der Arbeiterklasse durch die Bourgeoisie.
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In
der DDR ist der FDGB vollständig mit dem staatsmonopolistischen
System verschmolzen. Seine Führung gehört zur neuen
Monopolbourgeoisie. Der FDGB-Apparat, der völlig von der SED
beherrscht wird, rekrutiert sich vor allem aus der
Arbeiteraristokratie. Seinem Wesen nach ist der FDGB heute eine
faschistische Arbeitsfront, durch die die Arbeiterklasse zur
bedingunglosen Unterwerfung unter das Kapital gezwungen werden soll.
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Es
gibt in Deutschland, vor allem in der kleinbürgerlichen
Bewegung und in der Arbeiteraristokratie andere Strömungen des
Opportunismus wir den Trotzkismus, den Anarchismus, den Putschismus,
den Zentrismus. All diesen opportunistischen Strömungen stellen
sich die Kommunisten entschieden entgegen.
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Das
Proletariat und die Werktätigen können ihr Ziel, den Sieg
der sozialistischen Revolution, nur auf der Grundlage des
Marxismus-Leninismus erreichen. Deshalb müssen alle Spielarten
des Opportunismus unversöhnlich bekämpft werden. Dabei
bemüht sich die KPD/ML darum, die von den Opportunisten
getäuschten Anhänger, die ehrlich für die Befreiung
der Arbeiterklasse kämpfen wollen, vom Einfluß des
Opportunismus und der opportunistischen Organisationen zu befreien
und für den Kommunismus zu gewinnen.
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10.
Schaffung eines vereinten, unabhängigen, sozialistischen
Deutschlands
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Sollte
die sozialistische Revolution in beiden deutschen Staaten
gleichzetig erfolgen ( womit zu rechnen ist), so wird der befreite
Teil Deutschlands den noch nicht befreiten als einen uveräußerlichen
Bestandteil eines sozialistischen Deutschlands betrachten und alles
tun, um seine Befreiung vom kapitalistischen und ausländischen
Joch zu erreichen. Er wird die Werktätigen dieses Teils
Deutschlands bei ihrem Befreiungskampf unterstützen und ihnen
brüderliche, einschließlich bewaffnete, Hilfe leisten.
Das Ziel dieses Bemühens ist die Schaffung eines vereinten,
unabhängigen, sozialistischen Deutschlands.
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Ende -